Glaube ist Motiv für die Hilfe

Katholische Mitarbeiter haben sich jetzt bei der Konferenz des Dekanats Reutlingen-Zwiefalten über Flüchtlingshilfe ausgetauscht. Dabei ist deutlich geworden, es gilt, aus dem Glauben heraus helfen.

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Flüchtlingshilfe ist in den meisten katholischen Kirchengemeinden des Landkreises ein aktuelles Thema. In ihrer Dekanatskonferenz vertieften die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanats Reutlingen-Zwiefalten den Austausch mit der Flüchtlingshilfe, heißt es in einer Mitteilung des Dekanats.

Die Ansprechpartnerin für die Caritas-Flüchtlingsarbeit Christiane Schindler berichtete darüber, welche Entwicklung die Flüchtlingsthematik im Landkreis Reutlingen im letzten Jahr genommen hat. Allein die Steigerung der Orte zur vorläufigen Unterbringung von Flüchtlingen zeigt die Dringlichkeit, die dieses Thema in diesem Jahr angenommen hat. Während es im Juni noch 28 Standorte waren, sind aktuell bereits 60 Orte im Landkreis zur Unterbringung der rund 2200 Asylbewerber eingerichtet. Bereits in ihrer Begrüßung wurde deutlich, dass in den katholischen Kirchengemeinden das Thema schon lange aktuell ist. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Kreis kannte Christiane Schindler persönlich, weil sie schon in Sachen Flüchtlingshilfe mit ihr Kontakt aufgenommen hatten.

Das Netzwerk in der Arbeit für und mit Flüchtlingen wirkt aber auch in den Gemeinden. Die Kirchen sind über die konfessionellen Grenzen hinweg in den lokalen Asylkreisen beteiligt und bringen sich dort entsprechend ein. Die Akteure auf den verschiedenen kommunalen und kirchlichen Ebenen wissen voneinander und unterstützen sich bei Bedarf gegenseitig.

Die pastoralen Mitarbeiter nutzten ihre Dekanatskonferenz freilich auch, um sich über die konkreten Unterstützungsmaßnahmen auszutauschen, die sie mit ihren Kirchengemeinden leisten können. So unterschiedlich, wie die Notwendigkeiten von Ort zu Ort sind, stellen sich auch die Angebote der katholischen Kirchengemeinden dar. Sie reichen von der Öffnung von Gemeinderäumen über die Begleitung der ehrenamtlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis hin zur Anmietung von Wohnraum, um sie Flüchtlingen der Anschlussunterbringung zur Verfügung zu stellen.

Ein spezielles kirchliches Profil für die Flüchtlingshilfe wurde bei den genannten Aktivitäten zunächst nicht deutlich. Umso mehr bei der Motivation, mit der sich sowohl Haupt- als Ehrenamtliche in diesem Bereich Zeit und Energie investieren. "Wenn ich mich da einbringe, dann mache ich das aus meinem Glauben heraus, dass wir für Hilfesuchende da sein müssen", fasste es Dekan Hermann Friedl für alle treffend zusammen.

Die Stelle der Flüchtlings-Sozialarbeit von Christiane Schindler ist dem Caritas-Zentrum Reutlingen angegliedert und wird von der Diözese Rottenburg-Stuttgart finanziert. Diese hat eine Flüchtlingshilfe aufgesetzt, die sowohl Hilfe im Herkunftsland und in der Diözese bietet. Für Flüchtlingshilfemaßnahmen stellt die Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Jahre 2014 bis 2018 insgesamt zwölf Millionen Euro zur Verfügung, wovon jeweils die Hälfte für Projekte in Herkunftsländern zur Bekämpfung von Fluchtursachen und für langfristige Flüchtlingshilfe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart verwendet wird.

Info Weitere Informationen zur Flüchtlingshilfe der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es unter: www.drs.de/initiativen/fluechtlingshilfe.html.

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