Gegrillter Stier beim Ministrantenfest

Die Ministranten predigten selbst, 18 von ihnen waren zuvor neu verpflichtet worden. Zum Fest gab es gegrillten Stier und ein Singspiel.

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Ministranten sollen wie die 72 frühen Jesu Jünger sein – ihren Glauben weitergeben an andere Menschen. Nun wurden 19 neue „Minis“ verpflichtet – sieben von ihnen aus Lichtenstein, die anderen aus Pfullingen. Das Thema des Gottesdiensts in der St. Wolfgangskirche war dann auch die Aussendung der Jünger. Schriftgelehrte debattieren weiterhin, ob es derer 70 oder 72 waren, den Buben und Mädchen konnte das gleich sein, denn davon hing es schließlich nicht ab, dass sie nun Ministranten sind.

Beim Vorabendgottesdienst in Unterhausen am Samstag wurden sieben von ihnen ganz offiziell in die Ministrantengemeinschaft der Seelsorgeeinheit Echaztal aufgenommen. Viele von ihnen kommen in dieses Ehrenamt nun bereits vor der Kommunion. Am Sonntag dann feierten sie mit den neu verpflichteten Pfullinger Kindern gemeinsam Gottesdienst vor großem Publikum. An der Orgel spielt Josef Wetzel.

Pastoralreferentin Ines Spitznagel hatte mit den Kindern eine Predigt erarbeitet. Zudem gab es in einem Sketch humorvolle Einblicke in die letzte Gruppensitzung der Kids, bevor sie „Minis“ wurden, wie viele sich selbst nennen.

Während drinnen im Gotteshaus noch ganz festlich die Weihrauchschwaden waberten, rauchten vor der Tür bereits die Grillöfen. Denn zu dem Fest am Sonntag gab es neben dem ökumenischen Kindersingspiel „Himmel und Erde“, bei dem auch junge Protestanten der evangelischen Martinsgemeinde  mitwirkten, eine besondere kulinarische Premiere.

„Da kam doch eine junge deutsch-tadschikische Familie aus Pfullingen auf mich zu und wollte mir als Pfarrer aus Dankbarkeit einen ganzen Stier schenken“, so Pfarrer und Dekan Hermann Friedl. „Aber was sollte ich allein mit dem großen Tier?“ Und so wurde das Rindvieh Anfang Juni in Holzelfingen geschlachtet und in Riesensteak-Größe portioniert.

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