Fußgängersteg: Zwei Stadträte gegen den Abriss

Die Stadträte Johannes Schempp (SPD) und Dr. Werner Felix Schobel (WiR) wollen nicht, dass der Fußgängersteg beim ZOB abgerissen wird.

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"Es erstaunt nicht, dass die Veränderungen der fußläufigen Hauptverbindung von der Südwest- in die Innenstadt zu heftigen Diskussionen unter den Reutlinger Bürgern führt. Das war vor 30 Jahren bei der Erstellung der Fußgängerbrücke ähnlich", schreiben Schempp und Schobel.

Inzwischen hätten sich die Benutzer sehr an diesen komfortablen Fußweg gewöhnt. Beim Überschreiten würden folgende Fakten klar: "Brücken verbinden, und: hier bin ich als Fußgänger einmal nicht dem Auto nachgeordnet! Wer will an diesen Rechten rütteln?" In der Stadt seien Stimmen laut geworden, die nicht nur den Steg über den Willi-Brandt-Platz (ZOB), sondern auch den über die Konrad-Adenauer-Straße dem Erdboden gleichmachen wollen, heißt es dort weiter.

Dabei seien die hohen Benutzerfrequenzen von über 6000 Steg-Begehern täglich auf eine halbe Stunde genau nachgewiesen. Es liege doch auf der Hand, dass es für viele Mütter mit Kinderwagen, Menschen mit Gehbehinderungen, zahlreichen Schülern und nicht zuletzt Fahrradfahrern keine komfortablere Möglichkeit als den Steg gibt, um in die Schule beziehungsweise in die Stadt zu kommen, und das, ohne sich und andere zu gefährden.

Daran ändere auch, schreiben Schempp und Schobel weiter, der Umstand nichts, dass bei der Eichendorffschule eine weitere Möglichkeit besteht. Man sollte, nachdem beide Brücken sinnvolle Verbindungen darstellen, nicht die eine gegen die andere ausspielen.

"Anstatt über einen Abriss des gesamten Steges zu diskutieren, stellt sich doch die Frage, wie sich nach der Überspannung der Adenauerstraße künftig ein sinnvoller Abgang gestalten lässt (oder sollte es besser Abfahrt heißen, wie es im gültigen Bebauungsplan von 2009 auch zu lesen ist?)."

Inzwischen hätten sich einige Reutlinger Bürger zusammengefunden, die sich für eine tragfähige Steg-Lösung einsetzen wollen. "Wir Unterzeichner gehören dazu. Wir wollen wissen, wie andere Reutlinger über die Zukunft des Steges denken: Am 12. Januar (Mutscheltag) treffen wir uns deshalb mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern ab 16 Uhr auf dem Fußgängersteg, um Ideen und Meinungen zu sammeln und auszutauschen", heißt es abschließend im Schreiben der beiden Stadträte. rab

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