Für mehr Lebensqualität

Stadtrat Prof. Jürgen Straub führt die Gemeinderats- und Kreistagsliste zur Kommunalwahl an. Motto: "Für mehr Lebensqualität in Reutlingen."

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Prof. Jürgen Straub führt die beiden WiR-Listen zur Kommunalwahl an.

Von einem "gigantischen Sachverstand" spricht der Spitzenkandidat von "Wir in Reutlingen" (WiR) für Gemeinderat und Kreistag, Prof. Jürgen Straub, und meint dabei die Listen für die Kommunalwahl am 25. Mai. Es sei "gar nicht schwierig" gewesen, 40 Namen auf die Listen zu bekommen.

Frank-Dieter Bechter, Vorsitzender des rund 50 Aktive zählenden WiR-Vereins - den es seit zehn Jahren gibt -, listete die Bandbreite kurz auf. Sie reicht von der Altenpflegerin über die Designerin, den Handwerker und Rentner bis zum Skiführer. Der Frauenanteil beträgt 48 Prozent, das Durchschnittsalter 47 Jahre. Die Jüngsten sind die 22-Jährigen Julius Neubauer und André Hoek, der Älteste der 76-jährige Fahrlehrer Kurt Wegst. Rund ein Viertel der Kandidaten haben einen Migrationshintergrund. Auf der WiR-Liste sind etwa die Hälfte neue Kandidaten, auch solche, die nicht Mitglied im Verein sind. Aber auch bekannte Namen wie die Ex-FFL-Stadträtin Ute Beckmann sowie Manuela König. Sie ist die Frau des Mundart-"Papstes" Wilhelm König. "Bei uns", sagt Bechter, "kann jeder mitmachen, der sich in Reutlingen für Reutlingen engagiert."

Ziel von WiR ist es, erneut in Fraktionsstärke in den Gemeinderat einzuziehen. Laut Straub heißt dies konkret: "3 plus x". In vier Wochen wird es auch ein detailliertes Wahlprogramm geben.

Bei WiR sei man sich durchweg einig, dass Reutlingen aufgrund seiner noch vielen offenen "Baustellen" dringend eine Bürgerfraktion brauche. Parteipolitische Standpunkte würden dabei erneut keine Rolle spielen. Einer Stadt in der Größe Reutlingens schade es mehr als es nützt, so Straub, wenn sich feste Blöcke aus rot-grün oder schwarz-gelb bilden. Daher wolle WiR, ganz nach der Maxime "quer denken, grad handeln", stets nach Sachlage entscheiden, was die Bürger der Stadt weiterbringt.

Diese "Baustellen", so Straub, seien nach wie vor eine echte Bürgerbeteiligung sowie die Themenkomplexe "Feinstaub, Luftreinhaltung, Verkehr und Sauberkeit des öffentlichen Raums". Vom ursprünglichen Kernthema Kultur- und Kongresszentrum, beziehungsweise Stadthalle, habe man sich "freigeschwommen", betont der 55-jährige Diplom-Chemiker. Es sei also mitnichten so, dass bei WiR die Theman abgevespert seien, wie Dr. Werner Felix Schobel behauptet hat. Der tritt, wie berichtet, aus dieser Konsequenz heraus bei der Kommunalwahl als Unabhängiger auf der Liste der SPD an. Dass er weiterhin in der Fraktion verharrt, hat im WiR-Verein für Missstimmung gesorgt. Inzwischen hat Schobel laut Straub nach einer Mail nun auch einen eingeschriebenen Brief erhalten, in dem ihm der Ausschluss mitgeteilt wurde. Nur weil der einstige Spitzenmann zu den Sozialdemokraten gewechselt ist nun die WiR-Idee aufgeben, kommt für Bechter nicht in Frage. "Nur wenn einer nicht mehr mitspielt, sollen die anderen auch nicht weiterspielen dürfen?" WiR möchte weiter Kommunalpolitik gestalten. Und letztlich, so der Vorsitzende, habe es ja der Wähler in der Hand.

WiR-Liste für Gemeinderat und Kreistag
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