Fronleichnam: Das gibt’s in den Reutlinger Museen

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  • Eine Topiherde in der Savanne: In der Sonderausstellung „Grasart“ sind die Bilder des Fotografen Ingo Arndt zu sehen, der in den Grasländern der Welt unterwegs war. 1/3
    Eine Topiherde in der Savanne: In der Sonderausstellung „Grasart“ sind die Bilder des Fotografen Ingo Arndt zu sehen, der in den Grasländern der Welt unterwegs war. Foto: 
  • Blick auf den Säntis heißt das Bild von Martha Cunz. Ihre Werke sind im Kunstmuseum Spendhaus zu sehen. 2/3
    Blick auf den Säntis heißt das Bild von Martha Cunz. Ihre Werke sind im Kunstmuseum Spendhaus zu sehen. Foto: 
  • Im Heimatmuseum kann die tragödienreiche Reise von 22 Reutlinger Familien nach Helenendorf nachvollzogen werden. 3/3
    Im Heimatmuseum kann die tragödienreiche Reise von 22 Reutlinger Familien nach Helenendorf nachvollzogen werden. Foto: 
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Im Naturkundemuseum erwartet die Besucher die Sonderausstellung „Klein, aber oho!“ zur Vielfalt und Bedeutung der Insekten. Keine Tiergruppe ist erfolgreicher unterwegs als sie. Insekten sind allgegenwärtig und spielen eine zentrale Rolle für das Funktionieren praktisch aller Ökosysteme. Ohne sie wäre die Welt eine andere und auch dem Menschen würden nicht nur blühende Wiesen und zwitschernde Vögel, sondern Nahrungsmittel, Medikamente und sehr viele Innovationen fehlen.

Außerdem ist die Sonderausstellung „Grasart“ zu sehen. Der Fotograf Ingo Arndt war in den Grasländern der Welt unterwegs, der Pampa, der Steppe und der Prärie, der Savanne, den Everglades, dem Bambusdschungel Chinas und den Schilfinseln des Donaudeltas. Begegnet sind ihm riesige Weiten aus filigranen Gewächsen, bevölkert von kleinen und großen Tieren, die Schutz und Nahrung darin suchen. Vom riesigen Bison bis zum zarten Perlmutterfalter – sie alle leben vom Gras, wie auch der Mensch. Um 15 Uhr führt der Geologe Dr. Jan Brinkmann durch die Ausstellung unter dem Thema „Der lange Schatten des Grases – Landschaft und Wirbeltierrevolution im Zeichen der Gräser“. Eintritt und Führung sind frei.

Fotos:

Topiherde_Savanne_Foto Ingo Arndt

Federgras Stipa krylovii_Steppe_Foto Ingo Arndt

Die Ausstellung „Von Japan inspiriert. Martha Cunz und der Farbholzschnitt um 1900“ im Kunstmuseum Spendhaus beschäftigt sich mit der Grafik des Jugendstils und dem Einfluss, den die japanische Kunst auf diese hatte. Im Zentrum steht die Schweizerin Martha Cunz, deren Werke zum Beispiel Kandinsky beeinflussten. Die Schau umfasst rund 150 Arbeiten aus der Sammlung des Historischen und Völkerkundemuseums St. Gallen sowie aus der Spendhaus-Sammlung. Neben den Holzschnitten gibt es auch exemplarische Beispiele für das Kunsthandwerk des Jugendstils zu sehen, was die Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Bereichen anschaulich macht.

Die Ausstellung „Konstruktionen nach dem Sinn“ zeigt die Werke der jungen Leipzigerin Jennifer König, die als erste Preisträgerin den Holzschnitt-Förderpreis des Spendhaus-Freundeskreises erhielt.

Die Studio-Ausstellung „HAP Grieshaber: Kindheitsbilder“ gruppiert sich um eine Werkgruppe aus acht Holzschnitten mit Babydarstellungen, die Grieshaber 1954/55 nach der Geburt seiner Tochter in verschiedenen Farb- und Formvarianten schuf. Besonders in seinen frühen Jahren orientierte er sich – wie viele Künstler der Moderne – stilistisch an der Schlichtheit von Kinderzeichnungen. Später tauchen Kinder vor allem als Bestandteil seiner Motivwelten auf, eingebettet sowohl in familiäre, historische wie religiöse Kontexte.

Fotos:

HAP Grieshaber, Baby I, 1954, Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Martha Cunz, Blick auf den Säntis, 1904, Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen

Im Heimatmuseum kann die tragödienreiche Reise von 22 Reutlinger Familien nach Helenendorf (heute Göygöl in Aserbaidschan) nachvollzogen werden. Vor 200 Jahren verließen sie zusammen mit tausenden Württembergern aus politischen, wirtschaftlichen und religiösen Gründen ihre Heimat und siedelten im Südkaukasus. Die Sonderausstellung „Verlorene Spuren. Schwäbische Auswanderung in den Kaukasus 1817“ zeigt ihre Auswanderungsgeschichte anhand von Karten, zeitgenössischen Dokumenten und private Erinnerungsstücken. Großfotos vermitteln einen Eindruck was aus der einstigen Schwabensiedlung geworden ist.

Foto:

HMR_Karawane_durch_Kaukasus.JPG

Zeichnung: Viktor Hurr, 2. Hälfte 20. Jh.

Das Naturkundemuseum, Heimatmuseum, Kunstmuseum Spendhaus und die Städtische Galerie sind an Fronleichnam, Donnerstag, den 15. Juni 2017 jeweils von 11-18 Uhr geöffnet.

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