Fronleichnam · MUSEEN HABEN GEÖFFNET

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Im Naturkundemuseum ist ein Seidenspinner zu sehen.  Foto: 

Das Naturkundemuseum zeigt die Ausstellung "Metamorphosen - Wundersame Verwandlungen im Reich der Insekten". Eine Raupe verwandelt sich in einen Schmetterling. Das weiß jedes Kind. Doch was war der Käfer bevor er ein Käfer war? Schlüpft eine fertige Fliege aus einem Ei? Lebt die Eintagsfliege wirklich nur einen Tag - oder gibt es ein Leben vor dem einen Tag? Diese Fragen haben sich Nicole Ottawa und Oliver Meckes vor zwei Jahren gestellt. Rund ums Haus, an Tümpeln, Weihern und Bächen haben sie mit dem Raster-Elektronen-Mikroskop genau hingeschaut und nach Antworten gesucht. Es kam Erstaunliches dabei heraus.

Der Gestaltwandel bei Insekten gehört zu den größten Wundern der Natur. Bestaunen kann man ihn nun in einer neuen Dimension, der des Allerkleinsten. Darauf ist das Reutlinger Paar spezialisiert, das sich als "eye of science international" einen Namen gemacht hat und unzählige Preise in Fotografie und Mikroskopie gewann. Ihre neue Ausstellung feiert im Naturkundemuseum Premiere mit faszinierenden Einblicken in die Welt jenseits der Grenze unserer Wahrnehmung. In meisterhaften Bildern enthüllen sie den unglaublichen Strukturreichtum und kolossalen Unterschied von Larve und erwachsenem Insekt bei Adonisjungfer, Bläuling und Co. Originalpräparate verdeutlichen die Spanne zu unserer Wirklichkeit und die ungeahnte Fülle, die es im Mikrokosmos zu entdecken gibt.

Um 15 Uhr führt Diplom-Geologe Dr. Jan Brinkmann durch die Sonderausstellung zum Thema "Klein, aber oho! - Die Erfolgsgeschichte der Insekten". Bei dieser Führung geht es um die Evolution dieser überaus erfolgreichen Sechsbeiner, die immerhin rund drei Viertel aller bekannten Tierarten stellen. Auch die anatomischen Besonderheiten dieser Tiergruppe, die in dieser Ausstellung ja exzellent ins Bild gesetzt sind, sollen bei dieser Gelegenheit gebührend gewürdigt und erläutert werden.

Das Heimatmuseum bietet vielfältige Einblicke in die Kultur und Geschichte der ehemaligen freien Reichsstadt Reutlingen. Ob mittelalterliche Messkasel, prächtige Zunfttruhen oder eine Kutsche aus dem 19. Jahrhundert - über fünf Stockwerke hinweg veranschaulichen Objekte das Leben in der Stadt. An Fronleichnam empfiehlt sich besonders, einen Blick in das Erdgeschoss zu werfen, in dem die Reformation und ihre Auswirkungen auf die Stadt erläutert werden.

In Kunstmuseum Spendhaus und Kunstverein Reutlingen wird in der gemeinsamen Ausstellung "Weltenwechsel. Sammlung Siegfried Seiz" derzeit - anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung - Malerei von 23 DDR-Künstlern im Dialog mit deren neueren Arbeiten gezeigt. Begleitet wird der große "Weltenwechsel" von der Ausstellung "Was war - was bleibt. Druckgrafik aus der DDR". Die gedruckte Kunst spielte in der DDR eine besondere Rolle, denn anders als Malerei und Skulptur war sie für das offiziell vorgegebene Erscheinungsbild der Kunst und deren propagierte Wirkung von geringerer Bedeutung und konnte somit von den Künstlern freier gehandhabt werden.

Die Präsentation "Grieshaber und die Antike" zeigt HAP Grieshabers intensive Auseinandersetzung mit der griechischen Antike - in seinem Werk tauchen immer wieder Bildthemen und -motive aus der antiken Mythologie auf. Die Ausstellung wird durch antike Münzen und bemalte Gefäße ergänzt.

Im Kunstmuseum gibt es am Samstag, 6. Juni, 11 bis 12.30 Uhr: "Die kleinen Kleckse - Entdeckungsreise im Kunstmuseum" für Kinder ab fünf Jahren. Zusammen mit der Künstlerin Yvonne Kendall geht es zunächst auf spannende Erkundungstour durch die aktuellen Ausstellungen, bevor die Nachwuchskünstler anschließend in der museumseigenen Druckwerkstatt selbst kreativ werden dürfen.

Ebenfalls am Samstag, 12 bis 12.20 Uhr ist "Kunst-Pause" in der Ausstellung "Grieshaber und die Antike". Am Sonntag, 7. Juni, 15 Uhr, gibt es eine Führung in der Ausstellung "Weltenwechsel. Sammlung Siegfried Seiz: Figürliche Malerei aus dem letzten Jahrzehnt der DDR und heute". Der Eintritt in alle Museen und auch die Führungen sind frei und ohne Anmeldung möglich. Nur bei den "Kleinen Klecksen" bittet das Kunstmuseum wegen der hohen Nachfrage um Anmeldung unter Telefon: 303-2322.

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