Frieden mit sich selbst

Seit 25 Jahren gibt es das Buddhistische Zentrum Reutlingen. Anlässlich des Jubiläums wurde mit einem Tag der offenen Tür in der Albstraße 38 sowie Einblicken in die fernöstliche Lehre gefeiert.

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Den Geist beruhigen und Klarheit erhalten sind erstrebenswerte Ziele im Buddhismus.  Foto: 

Lebensfrohe, aufgeschlossene Buddhisten - die fernöstliche Lehre ist auf Ausgleich, den Frieden mit sich selbst sowie seiner Umwelt ausgelegt und hat nicht nur viele Menschen in seinen Bann gezogen, sondern oftmals auch den oft so sehnlich vermissten Inhalt fürs eigene Leben gegeben.

Seit mittlerweile 25 Jahren gibt es nun das Buddhistische Zentrum Reutlingen. Und während das Jubiläum in den Räumen in der Albstraße 38 gefeiert wurde, hatten die Mitglieder des Vereins lange keine eigene Heimstatt, sondern waren mal hier und mal da untergekommen, sie meditierten in Wohnzimmern und tauschten dort ihre Gedanken aus.

Nachdem das Zentrum seit rund elf Jahren hingegen in der Albstraße zu finden ist, können die gut 40 Mitglieder nun auch auf einer größeren Fläche agieren. Denn seit einigen Wochen sind die Räume erweitert, so dass von den bisher gut 100 jetzt um die 200 Quadratmeter zur Verfügung stehen und Platz zur Begegnung beziehungsweise Besinnung bieten.

Während es unterschiedliche Richtungen des Buddhismus gibt, steht das Reutlinger Zentrum übrigens in der Tradition des so genannten Karma-Kagyü-Buddhismus, der auch als Diamantweg-Buddhismus bezeichnet wird. Die Lehre wurde von dem Dänen Ole Nydahl von Tibet nach Europa gebracht. Denn mit der Besetzung des kleinen Staates im Himalaya durch China fürchteten die dortigen Lamas den Untergang des Buddhismus und entschlossen sich, Schüler aus dem Westen in ihre Geheimnisse einzuweihen.

"Man nimmt sich nicht mehr so wichtig", erklärt Zentrumssprecherin Claudia Meder ihre Erfahrungen mit den Lehren. Darüber hinaus habe der Buddhismus für die Wirtschaftsingenieurin ganz konkrete positive Auswirkungen auf ihr Leben gehabt. Sie habe sich stärker nach außen geöffnet und gehe zwischenzeitlich viel spontaner auf andere Menschen zu.

Schließlich sei das auch für ihren Beruf sehr hilfreich gewesen, obwohl das letztendliche Glück nicht in der Arbeit liege. Im Buddhistischen Zentrum habe sie außerdem die Erfahrung gemacht, dass eine Verbundenheit bestehe und gleiche Ziele und Interessen im Mittelpunkt stehen würden.

"Den Geist beruhigen und Klarheit erhalten." Das sind auch für Zentrumsmitglied Klaus Herkommer erstrebenswerte Ziele. Darüber hinaus gehe es darum, achtsam gegenüber Dingen und sich selbst zu sein und letztlich vielleicht sogar dauerhaft glücklich zu sein beziehungsweise sogar sein inneres Glück zu finden.

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