Freie Fahrt für Radler

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Bellinostraße/Ecke Ringelbachstraße: Hier braucht es eine besondere Planung, um die Kreuzung zu entschärfen.  Foto: 

Der Entschluss steht, jetzt geht es an die Umsetzung. Die Bellinostraße in Reutlingen wird zur Fahrradstraße umgebaut. Die Straße ist eine der Hauptachsen vor allem für Schüler, eine wichtige Verbindung zwischen Georgenberggebiet und den Schulen am Volkspark. Ralf Kaulen vom gleichnamigen Stadt- und Verkehrsplanungsbüro stellte bei einem Vor-Ort-Termin gestern Nachmittag den Mitgliedern des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses seine ersten Planungen vor. Ein Werkstatt-Termin wie Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz es bezeichnete und darauf hinwies, dass über die Details erst noch diskutiert werden müsse. Und auch Ordnungsamtsleiter Albert Keppler machte deutlich, dass aus verkehrsrechtlicher Sicht doch noch einiges zu klären sei. 

Noch nicht in der Planung enthalten ist der Kreuzungsbereich mit der Ringelbachstraße. Zwar besteht gerade hier Handlungsbedarf, weil die radelnden Schüler  an dieser Stelle nur schwer und manchmal mit erheblichen Risiken über die Straße kommen. Da in der Ringelbachstraße jedoch auch der Linienbus verkehrt, „wird es dann komplexer“, sagte Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz.

Nicht weniger kompliziert ist die Lage an der 500 Meter entfernten Kreuzung von Bellinostraße und Hindenburgstraße, kurz vor dem Eingang zur Pomologie. Da wurden zwar Stimmen laut, eine durchgehende Vorfahrtsberechtigung für Radler wäre optimal. Ob dies freilich möglich ist, müssen die Planer und Verkehrsfachleute herausfinden.

In der Bellinostraße dürfen auch zukünftig Autos fahren, allerdings sind sie nicht mehr bevorrechtigt. „Sie müssen die Belange der Fahrradfahrer beachten“, fasst Planer Ralf Kaulen die Pflichten der Autofahrer zusammen. So dürfen Radfahrer nebeneinander fahren, die Autofahrer müssen sich unterordnen, wie es in der entsprechenden Verkehrsverordnung heißt. Möglich ist auch eine Verbreiterung der Gehwege. Vor allem aber wird die Fahrradstraße visualisiert. Will heißen: Autofahrer empfinden durch entsprechende Umbaumaßnahmen sofort, dass hier der Radler das Sagen hat.

Fahrradstadt statt Autostadt: Reutlingen soll Schritt für Schritt in eine fahrradfreundliche Stadt verwandelt werden. Damit beauftragt ist Dr. Ralf Kaulen aus Aachen vom gleichnamigen Verkehrsplanungsbüro, der seit nunmehr gut einem Jahr an diesem masterplan arbeitet. Nach dem politischen Willen der Gemeinderatsfraktionen soll der radverkehr in der Achalmstadt von derzeit 15 auf 25 Prozent gesteigert werden.

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