Flying Bach ist super

Der Countdown läuft: In 112 Tagen eröffnet die Stadthalle. Es herrscht Aufbruchstimmung in der Kultur, auch in der Philharmonie. Wir wollen die Musiker in dieser Serie kennen lernen - mit Blick auf eine neue Ära.

|
Stefanie Nedwed ist Klarinettistin bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Foto: Marinko Belanov

"Noch ist in der Stadthalle nur der Baulärm der Handwerker zu hören. Schon bald jedoch werden hier die Instrumente der Württembergischen Philharmonie erklingen." So heißt es auf der neuen Website der Stadthalle. Und weiter: Mit diesem Neubau, der am 5./6. Januar offiziell eröffnet werden soll, stärke Reutlingen nicht nur seinen Ruf als "Klassikmetropole", sondern auch seine "städtebauliche und gesellschaftliche Mitte", heißt es weiter.

Und für den guten Ton wird dort vor allem der akustisch exquisit ausgerichtete Konzertsaal sorgen. Pardon, der "konzerttaugliche Mehrzwecksaal", wie Projektleiter Klaus Kessler immer betont. Angestrebt wird jedenfalls in Reutlingen eine "Hellfärbung" des Klangs - so nennt es jedenfalls der zuständige Akustiker Rainer Gehret vom Berliner Schalltechnischen Büro. Am kommenden Montag beginnt die Spielzeit 2012/13 aber erst noch einmal in der altgedienten Listhalle. Das Orchester hat also noch dreieinhalb Monate bis zum ersehnten Umzug.

In unserer Serie über die Württembergische Philharmonie wollen wir die einzelnen Musiker, aber auch das Team hinter dem Orchester etwas näher vorstellen. Heute beantwortet unsere Fragen die Klarinettistin Stefanie Nedwed.

Was erwarten Sie von der Stadthalle?

Goldrichtige Impulse für Reutlingen, großartige Konzertatmosphäre, ein noch vielseitigeres Kulturangebot.

Ihr Wunschprogramm - wer zum Beispiel sollte in der Stadthalle auftreten?

Quatuor Ebène, Feist, Simón Bolívar Youth Orchestra, Fanta 4, Missy Elliott, Björk, Emiliana Torrini, James Morrison (trumpet).

Ihr Lieblingsplatz in Reutlingen?

Obere Wässere & die Felder zwischen Betzingen und Wannweil.

Wenn Sie Reutlinger OB wären, was würden Sie als erstes tun?

Eine Städtepartnerschaft mit meinem Heimatort Grassau beschließen (im oberbayerischen Kreis Traunstein, d. Red.) und dann Chai Latte im Arabica trinken.

Was war Ihr schönstes Erlebnis mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen?

Unter anderem: Spanientournee 2010 und Zimmerparty in Bad Tölz.

Der Probenalltag ist . . .?

. . .mein Traumberuf!

Was wollten Sie ursprünglich mal werden?

Bankkauffrau.

Was zeichnet einen guten Dirigenten aus?

Pure Freude an der Musik, Energie, Kooperationsfähigkeit mit Interpreten und Komponisten.

Welche Eigenschaften kann Musik fördern?

Alle.

Wie kann man junge Leute mehr für klassische Musik interessieren?

Indem man im Lehrplan viel mehr Wert auf Kultur legt, die Schüler öfter in Konzerte lockt.

Geniale Projekte wie "Flying Bach" (wers nicht kennt: Hier tanzen die Breakdance-Weltmeister "Flying Steps" zur Musik von Bachs "Wohltemperiertem Klavier", d. Red.) sind auch super!

Ihr Lieblingskomponist?

Richard Strauss und viele andere.

Ihr Lieblingswerk?

"Scheherazade" (Rimski-Korsakow), "Elektra" (Richard Strauss), Ravels Streichquartett und "Romeo und Julia" (Prokofjew).

Ihr Lieblingstitel - nichtklassisch?

Cat Empire: "The Rhythm".

Wie entspannen/konzentrieren Sie sich vor einem Auftritt?

Yoga, Späße mit den Kollegen.

Das Reutlinger Publikum ist . . .?

. . .sehr aufgeschlossen, gut informiert und treu.

Was ist die Stärke der Württembergischen Philharmonie?

Leidenschaft zur Musik, starke Menschlichkeit und enorme Belastbarkeit.

Welche Besonderheiten Ihres Herkunftslands vermissen Sie hier?

Bayrische Brezn.

Mit wem würden Sie gerne im neuen Stadthallen-Foyer einen Sekt trinken?

Mit Britney Spears (ehrlich!).

Und worüber reden?

Über Vroni und übers Tanzen.

Musik ist mein Beruf, mein Hobby ist . . .?

. . .auch Musik! Reisen, Sekt in der Disco, Kochen mit Freunden.

Was ist für Sie das größte Unglück?

Schuld durch Unachtsamkeit.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Der Morgen an den Dünen von Schiermonnikoog.

Ihre Lieblingshelden in der Wirklichkeit?

David Grossman.

Ihre Lieblingsheldinnen?

Anna Metz-Doertbudak, Amanda Chominsky (www.polarlysstiftung.de) (hilft notleidenden Kindern in Afrika, d. Red.).

Ihr Motto?

What would you do, if you knew you could not fail?

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

 „Mogli“ hilft den Pädagogen

Sechs weitere Projekte im laufenden Jahr unterstützt das Spendenparlament mit insgesamt 12 885 Euro. weiter lesen