Flüchtlinge: Polizei durchsucht Unterkunft

Weil ein Verdacht auf unerlaubten Handel mit Marihuana bestand, hat die Polizei gestern morgen Räume in einer Flüchtlingsunterkunft durchsucht.

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Die Durchsuchung am Dienstagmorgen war auf richterlichen Beschluss im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen insgesamt sechs Bewohner der Flüchtlingsunterkunft erfolgt. Diese stehen im Verdacht, ohne Erlaubnis und damit illegal mit Marihuana gehandelt zu haben, heißt es in einer gemeinsamen, gestern Nachmittag verteilten Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen. Bei diesem Einsatz wurde die Reutlinger Rauschgiftermittlungsgruppe der Kriminalpolizei von der Polizeihundeführerstaffel und Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz unterstützt.

Vor einigen Wochen hatten sich Hinweise ergeben, dass mehrere, zunächst unbekannte Verdächtige in der Unterkunft mit Marihuana handeln. Über weitere Ermittlungen der Polizei erhärtete sich dann dieser Tatverdacht.

Außerdem konnten vier gambische und zwei nigerianische Staatsangehörige im Alter zwischen 19 und 38 Jahren als Tatverdächtige identifiziert werden, worauf die Staatsanwaltschaft Tübingen entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse erwirkte. Bei den Beschuldigten wurden bei der Durchsuchung Konsumutensilien, eine Feinwaage, rauschgiftverdächtige Tabletten und insgesamt über 1800 Euro Bargeld aufgefunden und beschlagnahmt.

In einem Versteck außerhalb des Gebäudes fanden die Polizisten darüber hinaus mehrere verkaufsfertig verpackte Portionen Marihuana. Die teilweise bereits einschlägig polizeilich bekannten Beschuldigten wurden nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie machen derzeit, wie es in der Pressemitteilung heißt, von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Bei einem bislang polizeilich noch nicht bekannten Mitbewohner der Beschuldigten wurde bei der Durchsuchung ebenfalls eine geringe Menge Marihuana aufgefunden. Gegen den 20-jährigen Mann aus Gambia wurde ein separates Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen der Reutlinger Rauschgiftermittler dauern noch weiter an.

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