Falsche Polizisten aufgeflogen

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Ein Schlag gegen eine Bande von Betrügern, die als falsche Polizeibeamte ihre Opfer um hohe Geldsummen und Wertsachen betrogen haben soll, ist dem Polizeipräsidium Reutlingen in Zusammenarbeit mit den Polizeipräsidien München und Oberbayern-Nord gelungen. Bereits seit Anfang April ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen gegen die mutmaßlichen Betrüger, die gegenüber vorwiegend älteren Menschen vortäuschen sollen, Polizeibeamte zu sein und sie um ihre Wertsachen und hohe Geldbeträge prellen sollen. Am Mittwoch konnten  sechs Tatverdächtige im Alter zwischen 22 und 32 Jahren in München und Schrobenhausen festgenommen werden. Drei von ihnen befinden sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft. Aktuell sind bundesweit massenhaft Delikte im Phänomenbereich „Betrug durch falsche Polizeibeamte“ zu verzeichnen, bei denen  die Geschädigten einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten erhalten, welcher behauptet, eine Straftat zum Nachteil des Angerufenen stehe unmittelbar bevor, dessen Geld und Wertsachen seien deshalb vorsichtshalber an den vermeintlichen Polizeibeamten zu übergeben oder es müsse ein Geldbetrag ins Ausland überwiesen werden, damit die Täter überführt werden können. Nachdem auf diese Art und Weise im März eine 62-jährige Mössingerin um mehrere Zehntausend Euro geprellt worden war, gelang es der Kriminalpolizei, die Spur der vorwiegend im Raum München ansässigen Betrüger aufzunehmen.  In enger Zusammenarbeit mit Ermittlern der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums München und der Kriminalpolizei Ingolstadt gelang es, die Mitglieder der äußerst konspirativ agierenden Bande zu identifizieren. Spezialeinheiten der bayerischen Polizei gelang es, einen 30-jährigen Deutschen bei der Geldabholung auf frischer Tat festzunehmen. Auch die fünf weiteren Tatverdächtigen, ein Deutscher und vier türkische Staatsangehörige, wurden vorläufig festgenommen.

Während drei von ihnen nach der Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, wurde der 30-jährige Geldabholer dem Haftrichter vorgeführt. Ein 22-jähriger Deutscher sowie ein 28-jähriger Türke, der einer der Köpfe der aus der Türkei agierenden Gruppe sein soll, wurden am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt. Die Beschuldigten wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

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