Ermstalbahn und Expresso sind gut nachgefragt

Der Kreistagsausschuss für technische Fragen und Umweltschutz ließ sich die Bilanz der ÖPNV-Angebote und -Investitionen des Vorjahres vorlegen.

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Bus und Bahn sind beliebte oder notwendige Mobilitätsangebote, die von den Bürgern mal mehr, mal weniger gut angenommen werden. Wie während der Sitzung des Ausschusses für technische Fragen und Umweltschutz des Kreises am Montagnachmittag deutlich wurde, habe im vergangenen Jahr beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aber vor allem die Regionalstadtbahn mit ihrer Vorplanung die Kreisverwaltung und Kreisräte gefordert, unterstrich der Landrat-Stellvertreter Hans-Jürgen Stede.

Trotz des großen Themas entwickelte sich darüber hinaus ein Angebot besonders erfreulich. Der "Expresso", der Schnellbus zum Flughafen, verzeichnete im vergangenen Jahr einen neuerlichen Zuwachs und transportierte im Vergleich zu 2013 mit fast 105 000 Fahrgästen 3,8 Prozent mehr Nutzer. Entsprechend stiegen die Einnahmen um 8,5 Prozent auf gut 418 000 Euro.

Ebenfalls erfreulich sind die Fahrgastzahlen bei der Ermstalbahn. Wie Stede ausführte, wird diese täglich von 2600 Fahrgästen genutzt. Angesichts der Beliebtheit und Auslastung müsse der Kreis in diesem Fall auch nur fünf Cent pro Fahrgast zuschießen.

Nicht ganz so erfolgreich entwickelte sich hingegen das so genannte Naldo-Freizeit-Netz. Insgesamt war im vergangenen Jahr ein Rückgang der Fahrgastzahlen von knapp 40 400 in 2013 auf gut 34 400 Nutzer zu verzeichnen, was einem Minus von rund 14,6 Prozent entspricht. Vor allem der Einbruch bei der Schwäbischen Alb-Bahn sei laut dem Landrat-Stellvertreter groß gewesen. Eine Ursache dafür sei gewesen, dass der "Ulmer Spatz" aus dem Verkehr genommen werden musste.

Insgesamt stellt der Kreis rund 1,5 Millionen Euro für die unterschiedlichen Angebote in diesem Jahr zur Verfügung. Elmar Rebmann (SPD) machte dennoch auf einen wichtigen Aspekt aufmerksam: "Der ÖPNV kommt nie ohne öffentliche Gelder aus." Die Infrastruktur in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten, würde Kommunen und Kreis dementsprechend fordern. Und da die "Expresso"-Nutzerzahlen erfreulich zugelegt haben, wäre die künftige Regionalstadtbahn für das Ermstal und die Region ein großer Schritt nach vorn.

Darüber hinaus begrüßte FWV-Rätin Silke Höflinger die Zuschüsse für den ÖPNV. Den Rückgang im Naldo-Freizeitnetz bezeichnete Gertrud Kleineikenscheidt (Grüne) hingegen als dramatisch. Die Ursache dafür sieht sie darin begründet, dass die Einzelfahrscheine zu teuer seien und es auch zu kompliziert sei, Fahrscheine zu lösen. Darüber seien Fahrräder grundsätzlich kostenlos mitzunehmen, forderte sie. Allerdings werde laut Stede das Tagesticket in diesem Bereich bereits vergünstigt angeboten, für die Fahrscheinautomaten sei zudem die Bahn zuständig. Darüber hinaus gebe es Strecken, auf denen nach wie vor die Mitnahme von Rädern aus Kostengründen schlicht unmöglich sei.

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