Erkrankungen durch Hantavirus flauen etwas ab

Die seit Jahresbeginn laufende Hantavirus-Epidemie in Teilen des Landes flaut langsam ab, berichtet jetzt das Regierungspräsidium Stuttgart.

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Noch liegen die wöchentlichen Neuerkrankungen deutlich höher als in den meisten früheren Jahren. Sie gehen auf das Niveau der bisherigen Rekordjahre 2007 und 2010 zurück.

Seit Jahresbeginn bis Anfang September wurden 1644 Hantavirus-Erkrankungen an das Landesgesundheitsamt übermittelt - mehr als in jedem Jahr zuvor. Zum Vergleich: Bei Hantavirus-Epidemien in den Jahren 2007 und 2010 traten bis Anfang September jeweils 950 respektive 900 Fälle auf.

Bundesweit ist Baden-Württemberg mit mehr als 60 Prozent der Fälle das am stärksten betroffene Bundesland. Mögliche Ursache für die starke Ausbreitung sind der trockene Sommer 2011 und der hohe Fruchtertrag vieler Buchen und Eichen. Die Überträger des Virus, die Rötelmäuse, hatten daher viel Nahrung und vermehrte sich stark.

Auf dem Höhepunkt der Epidemie von Ende April bis Mitte Mai 2012 erkrankten wöchentlich bis zu 134 Personen. Seit Ende Juni sinken die wöchentlich erfassten Erkrankungen. Derzeit werden rund 20 Neufälle pro Woche verzeichnet.

Zu 71 Prozent betroffen sind Männer sowie Erwachsene von 20 bis 59 Jahren mit Schwerpunkt bei 40- bis 49-Jährigen. Ein Klinikaufenthalt war bei 65 Prozent der Kranken erforderlich; bei 63 Prozent war die Nierenfunktion gestört.

Die Erkrankungszahlen zeigen große regionale Unterschiede. Die meisten Erkrankungen treten entlang der Schwäbischen Alb auf. Spitzenreiter ist mit Abstand der Landkreis Reutlingen mit 196 Fällen und einer Inzidenz von fast 70 Fällen je 100 000 Einwohner vor den Kreisen Göppingen und Heidenheim. Teile Oberschwabens, das Rheintal und der Südschwarzwald waren seltener oder kaum betroffen.

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