Er legte den Grundstein

|
Vorherige Inhalte
  • Das große Finale der Theateraufführung zu Leben und Werk Gustav Werners am Samstagabend auf der Bühne der freien Georgenschule. Fotos: Jan Zawadil 1/2
    Das große Finale der Theateraufführung zu Leben und Werk Gustav Werners am Samstagabend auf der Bühne der freien Georgenschule. Fotos: Jan Zawadil
  • Werner Wendt, Verwaltungsmitarbeiter der Bruderhaus-Diakonie, verkörpert Gustav Werner. 2/2
    Werner Wendt, Verwaltungsmitarbeiter der Bruderhaus-Diakonie, verkörpert Gustav Werner.
Nächste Inhalte

Gustav Werners Eintreffen in Reutlingen vor 175 Jahren war Anlass für eine große Feier (siehe der Beitrag oben). Das Theaterstück mit seinen 120 Akteuren schlug einen Bogen zwischen Geschichte und heutiger Bruderhaus-Diakonie. Dabei könnten die Unterschiede zwischen der Arbeit mit Behinderten und Benachteiligten vor 175 Jahren und heutzutage kaum größer sein. Doch für alles braucht es erst mal einen Grundstein - genau den hat Gustav Werner gelegt.

Einblicke ins Leben und Wirken des Pioniers bot das groß angelegte Theaterstück. Wie Werner in Reutlingen eintraf, wie er seine Schutzbefohlenen entgegen widrigster Umstände durchbrachte, war genauso Thema wie die Arbeit, die die Bruderhaus-Diakonie heute leistet.

Es gelang Regisseur Paul Siemt, einen Bogen zwischen damals und heute zu schlagen. Er setzte nicht nur bedrückende Ereignisse wie beispielsweise die Euthanasie im Dritten Reich minimalistisch und eindrucksvoll in Szene. Vor allem die Einbindung der ganz unterschiedlichen Gruppen und Bereiche der Diakonie boten einen schwungvoll kurzweiligen Abend, in dessen Mittelpunkt die Menschen standen.

Rap-Einlagen, Capoeira-Showkämpfe wechselten sich mit Nachdenklichem und Amüsantem ab. Behindertensportler und Teilnehmer der Paralympics zogen durch den Saal, auch an die Zeit der Automobilpioniere Wilhelm Maybach und Gottlieb Daimler beim Bruderhaus wurde erinnert. Hätte sich bei Letzterem der Berufsweg anders entwickelt, würde es heute nicht "Mercedes-Benz-Karra", sondern "Bruderhaus-Limousine" heißen, wurde auf der Bühne gescherzt.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Frieden gibt es nicht geschenkt

Mit einer Gedenkfeier zum Volkstrauertag in der Aussegnungshalle und anschließender Kranzniederlegung auf dem Friedhof unter den Linden erinnerte die Stadt an die Opfer von Krieg und Verfolgung. weiter lesen