Elegant und radikal

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    Für ihr schlichtes und elegantes Erscheinungsbild wird die Schönberghalle ausgezeichnet. Foto: 
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    Platz ist in der kleinsten Lücke: Das Stadthaus haben die Architekten Bamberg konzipiert. Foto: 
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Gleich zwei Pfullinger Bauten haben es unter die Top Ten beim Hugo-Häring-Preis der Architekten-Kreisgruppe geschafft. Aus 56 eingereichten Arbeiten konnte die fünfköpfige Jury auswählen, als es darum ging, die gelungensten Objekte im Bereich   Neckar-Alb auszuzeichnen. Die Schönberghalle, die der Berliner Herbert Hussmann im Auftrag der Stadt Pfullingen geplant hat und das Stadthaus, das die Pfullinger Architekten Bamberg für Simone Heusel in eine äußerst enge Lücke an der Großen Heerstraße hineingebaut haben, sind unter den Gebäuden, die am Freitag, 17. November, um 19 Uhr im Tresorraum des ehemaligen Kunstamtes in Tübingen mit Anerkennungen bedacht werden. Wobei es für beide Bauten auf Landesebene noch mehr zu holen geben dürfte. Denn die Tatsache, dass die Kreisgruppe Neckar-Alb des Bundes Deutscher Architekten (BDA) die Pfullinger Objekte würdigt, bedeutet, dass sie auch beim Häring-Landespreis vertreten sein könnten, dem bedeutendsten baden-württembergischen Architekturpreis. Zudem sind die eingereichten Projekte auch noch am 18. und 19. November von 12 bis  18 Uhr in der Tübinger Doblerstraße 21 ausgestellt.

„Die Schönberghalle überzeugt unter funktionalen und ästhetischen Gesichtspunkten gleichermaßen und stellt eine nachhaltige und vorbildliche Lösung im Bereich der Sportbauten dar“, begründet die Jury die Wahl der Halle, die am 20. Februar 2016 nach knapp zweijähriger Bauzeit eingeweiht wurde. 6,5 Millionen Euro hat der Bau gekostet, der in den Hang neben dem Freibad hinein geplant wurde. „Im Spannungsfeld der denkmalgeschützten Pfullinger Hallen und der Laiblinschule wird mit der Schönberghalle dem Ensemble eine neue Drei-Feldhalle hinzugefügt. Das Gebäude bildet den Abschluss zur rückwärtigen Hangseite und definiert eine neue Raumkante für die Außensportflächen“, erklärt die Jury, die aus den beiden Stuttgarter Architekten Alexander Vohl und Karl Amann, Jörg Seyfried, einem Architekten aus Schwäbisch Gmünd, der freien Tübinger Journalistin Ulrike Pfeil und dem Mössinger Museumsleiter Hermann Berner besteht. „Die Organisation des Grundrisses ist von hoher Funktionalität und einem durchdachten Erschließungskonzept geprägt. Die Rhythmisierung der Beton- und Glasfassaden verleiht dem massiven Baukörper ein schlichtes und elegantes Erscheinungsbild“, heißt es in den Erläuterungen der Jury weiter.

Das zweite Pfullinger Objekt haben die ortsansässigen Architekten Bamberg für Simone Heusel konzipiert. „Als der Besitzer die kleine Häuserzeile auf dem 110 Quadratmeter großen Grundstück in der Pfullinger Großen Heerstraße erwarb und als sich herausstellte, dass eine entsprechende Sanierung oder ein Umbau mit zu hohen Kosten verbunden gewesen wären, entschloss man sich zu einem radikalen Schritt. Das alte Gebäude wurde abgebrochen und in der entstandenen Häuserlücke ein im oberen Bereich zurückgesetzter aus Betonplatten bestehender Kubus erstellt“, heißt es in der Baubeschreibung. Trotz der Radikalität füge sich der Baukörper mit seinen großen Glasfronten harmonisch in die durch mehrere Neubauten geprägte Umgebung ein, findet die Jury und zieht das Fazit: „Raum ist in der schmalsten Häuserzeile.“ Gespannt sein darf man nun, ob die Pfullinger Objekte auf Landesebene bestehen.

Arbeiten hat eine fünfköpfige Jury bewertet und dann zehn Preisträger aus dem Bereich Neckar-Alb bestimmt. Die Auszeichnungen werden am 17. November überreicht.

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