Einzigartiger Typus

Für die Meisterprüfung im Maler- und Lackiererhandwerk drückten acht Handwerkerinnen und Handwerker ein Jahr lang die Schulbank an der Kerschensteinerschule und an der Bildungsakademie Tübingen.

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Neue Malermeisterinnen und -meister mit Mitgliedern des Prüfungsausschusses und der Handwerkskammer.  Foto: 

"Mit viel Ehrgeiz und Fleiß, mit den Höhen und Tiefen einer solch umfassenden Weiterbildung haben sich die Meisterschülerinnen und -schüler im Maler- und Lackiererhandwerk ein ganzes Jahr auf die Prüfung und einen erfolgreichen Anschluss vorbereitet", erläuterte Volker Keilig, Vorsitzender des Meisterprüfungsausschusses bei der Handwerkskammer Reutlingen. Er unterstrich bei der Verabschiedung der jungen Meisterinnen und Meister den Stellenwert der Meisterausbildung, die zudem durch die Hochschulnovelle des Landes weiter an Attraktivität gewonnen habe. "Die längst überfällige Gleichstellung von Meisterbrief und Abitur beim Hochschulzugang eröffnet weitere Entwicklungsperspektiven für qualifizierte Nachwuchskräfte", betonte Keilig. Darüber hinaus bereite die Weiterbildung unmittelbar und umfassend auf die Selbstständigkeit vor.

"Der Meister im Handwerk repräsentiert unter den Führungskräften in Deutschland einen einzigartigen Typus: Mit herausragendem handwerklichen Können vereinigt er den Meister seines Faches, den Unternehmer und Betriebsleiter sowie den verantwortungsbewussten Lehrlingsausbilder in einer Person, kurz: Fachkompetenz, Ausbilderqualität und Unternehmertum", so Keilig. Die Verbindung dieser Elemente sei in keinem anderen Wirtschaftsbereich so verwirklicht.

"Ein Prüfungsschwerpunkt sind die Handlungsfelder Auftragsabwicklung, Betriebsführung und Betriebsorganisation sowie Technik und Gestaltung", erläuterte Bianca Beck, Leiterin der Meisterprüfungsabteilung der Kammer. Im praktischen Teil gelte es, ein Meisterprüfungsprojekt, das einem Kundenauftrag entspricht, abzuwickeln. Zudem würden wie in allen anderen Meistervorbereitungskursen betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse vermittelt und geprüft. Ebenfalls zu den Gewerke übergreifenden Standards zähle die berufs- und arbeitspädagogische Prüfung. Die Absolventen dürften von nun an selbst Lehrlinge ausbilden, so Beck weiter.

Die neuen Meisterinnen und Meister (Fachrichtung Maler) sind Jennifer Banzhaf (Metzingen), Volker Glohr (Denkendorf), Till-Daniel Lampeitl (Reutlingen), Kevin Lautenschläger (Eningen), Stefanie Merz (Pfullingen) und Belinda Richter aus Dettingen.

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