Eine Rasenfläche muss reichen

Die Stadt muss sparen und verzichtet deshalb darauf, rund um die neue Halle am Freibad Sportanlagen zu bauen. Angelegt wird eine Multifunktions-Rasenfläche, die auch als Parkplatz genutzt werden kann.

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400 000 Euro haben oder nicht haben - die Frage stellte sich den meisten Stadträten am Dienstag erst gar nicht. Zu sehr steht die Stadt unter dem Druck, sparen zu müssen. Die Sporthalle bekommt nun doch nicht die angedachten Außenanlagen mit Laufbahn, Kleinspielfeldern und Basketballplatz. Kostenpunkt: 486 000 Euro. Und auch die abgespeckte Variante für 300 000 Euro wird's nicht geben. Angelegt wird jetzt eine Rasenfläche, die multifunktional nutzbar ist und für die die Pfullinger 53 000 Euro ausgeben wollen. Rechnet man die drei Energiesäulen, mit denen das Gelände auch noch zum Festplatz aufgepeppt werden kann dazu, sind es gut 80 000 Euro.

Der Charme der Minimal-Variante liegt für Bürgermeister Michael Schrenk nicht nur darin, dass die Kosten so gering sind, sondern auch darin, dass hier später die Freibadbesucher parken können. Das Parken ist für Carolin Abele (CDU) zwar kein Argument, sie stimmte den Planungen aber trotzdem zu, weil die Fläche öffentlich zugänglich sein wird. Thomas Mürdter (SPD) steht der Rasenfläche ähnlich positiv gegenüber. "Das war ein Bolzplatz und soll wieder ein Bolzplatz werden", findet er.

Uwe Wohlfahrt (FWV) hat's dagegen "fast die Schuhe ausgezogen" als er den Beschlussvorschlag der Verwaltung gelesen hat: "Da haben wir eine Sporthalle gebaut und wollen jetzt Außenanlagen, die man mit dem Auto befahren kann?" Sein Fraktionskollege Dr. Ulrich Zimmermann sieht's nicht anders: Da gebe man sieben Millionen Euro für eine Sporthalle aus und habe nachher eine Parkfläche daneben.

Trotzdem stimmten die Räte am Dienstag mehrheitlich dem Vorschlag der Verwaltung zu, "auf die Herstellung der Sportanlagen zu verzichten" und stattdessen eine Rasenfläche anzulegen.

Die freilich wird erst kommen, wenn die Halle mit den "mittelbaren Außenanlagen" wie Treppen und anderen Zugängen fertig ist. Und das könnte noch dauern. Ursprünglich sollte der Bau Ende November bezugsfertig sein. Jetzt wird's wohl Ende Januar. Zu der Verzögerung kommt's, weil ein Subunternehmer Insolvenz angemeldet hat. "Und weil die Konjunktur schäumt. Viele Firmen haben mehrere Baustellen gleichzeitig. Zudem bekommen wir teils das Material nicht her", begründet Stadtbaumeister Karl-Jürgen, dass die Halle später fertig wird. Die Vereine, sagt er, würden über die Verzögerung aber auf dem Laufenden gehalten.

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