Ein Wunsch kann in Erfüllung gehen

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Die Organisatoren der Aktion haben schon wieder kräftig Wünsche gesammelt: Mehr als 600 waren es am Dienstag zum Zeitpunkt des Pressegesprächs, wie Günther Bolz als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Reutlinger Citykirche berichtete. „Letztes Jahr waren es insgesamt 1498 Wünsche“, so der freiwillige Datenaufbereiter. „Wir werden sicherlich auch dieses Jahr wieder mehr als 1000 Sterne an den Wunschbaum in der Citykirche hängen“, sagte Pastoralreferentin Ulrike Neher-Dietz.

„Schon nach den Sommerferien haben wir immer wieder Fragen gestellt bekommen, wann die Sterne denn abgegeben werden können“, berichtete Eva Maria Sailer als Leiterin des Reutlinger Caritaszentrums. Die frühen Anfragen würden zeigen, dass die Aktion bei den Bedürftigen angekommen und auch sehr beliebt sei. Kein Wunder, selbst in einem so reichen Land wie Deutschland lebe jedes sechste Kind in prekären Armutsverhältnissen, so Neher-Dietz. Annemarie Schwenk vom Diakonieverband betonte: „Viele Eltern sind oft in so viele Probleme verstrickt, dass sie es auch mal genießen, in Läden zu gehen und nachzusehen, womit sie ihren Kindern eine Freude machen könnten.“ Unter denjenigen, die Sterne ausfüllen durften, waren „viele Alleinerziehende, Flüchtlinge, Geringverdiener und Arbeitslosengeld-II-Empfänger“, sagte Lena Kroenlein, die ebenfalls für die Datenaufbereitung und auch für den Kontakt mit den Antragstellern zuständig ist.

Was gewünscht wird? Kinderkleidung, Spielzeug, manchmal auch ganz praktische Dinge wie Windeln, viele Schuhe, Puppen, ferngesteuerte Autos. Alles sollte aber nicht mehr als 30 Euro kosten, wenn denn doch Wünsche drüber hinausgehen, forschen das Ehepaar Bolz oder auch Lena Kroenlein nach, ob die Dinge nicht gebraucht zu kriegen sind. „Das gilt aber nicht für Kleidung und Schuhe“, warf Neher-Dietz ein. Die mittlerweile 9. Ausgabe der Aktion hat aber ab dem Alter von zehn Jahren auch Gutscheine vorgesehen – „weil sich die älteren Kinder auch gerne mal selbst was aussuchen möchten“, so Citykirchen-Pfarrerin Katrin Zürn-Steffens.

Wunschsterne können für Kinder bis 15 Jahre abgegeben werden. Ende dieser Woche ist Abgabeschluss für die Sterne. Die Sterne konnten beim Frauenhaus, bei der AWO, beim Jobcenter, Caritas und Diakonieverband ausgefüllt werden. Schulen und Kindergärten unterstützen die Aktion ebenso wie eine Abteilung der Firma Bosch: Die Mitarbeiter verzichten auf Geschenke und erfüllen stattdessen lieber Sternenwünsche. „Das Besondere an der Aktion ist das große Netz der Kooperationspartner“, betonte Ulrike Neher-Dietz. Die Achalmloge ist ebenfalls einer dieser Partner – sie kümmert sich nach den Worten von Mitglied Wolfgang Triebs um den Geschenketransport von der Citykirche „an einen geheimen Ort und wieder zurück, kurz bevor die Geschenke verteilt werden“. 15 Brüder seien an der Aktion beteiligt. Wieder mit dabei war auch der Grafiker Hansjörg Brucklacher, der sowohl die Plakate wie auch Flyer und Postkarten ehrenamtlich gestaltet hat.

Sterne pflücken und Wünsche erfüllen, sei eine Möglichkeit. Eine andere: „Es kann auch Geld gespendet werden und wir besorgen dann die Geschenke“, sagte die Pastoralreferentin der Citykirche. Gleichzeitig würden aber auch noch Ehrenamtliche gesucht, die beim Wunschbaum bereit stehen, wenn Fragen auftauchen. Norbert Leister

Info Spenden für die Aktion „Sternenfunkeln“ können entweder in der Citykirche direkt abgegeben werden oder auf das Konto mit der IBAN-Nr. DE13 6405 0000 0000 0013 22, bei der Kreissparkasse Reutlingen unter dem Stichwort „Sternenfunkeln“ überwiesen werden. Helfer können sich in der Citykirche melden, eine E-Mail schreiben an info@citykirche-reutlingen.de oder anrufen, ☎ (0 71 21)37 29 55 oder -16 56 13.

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