Ein starkes Stück Bürgerengagement

Nach dem Bezirksgemeinderat hat auch der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss für den Umbau von Dorfscheune und Dorfplatz Oferdingen gefasst.

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Es ist jetzt acht Jahre her, dass der Gemeinderat das Ortsentwicklung Oferdingen verabschiedet hat. Einige der darin vorgeschlagenen Vorhaben wie das DRK-Seniorenwohnheim wurden bereits umgesetzt, die jetzt per einstimmigem Grundsatzbeschluss gebilligte Sanierung der Dorfscheune und der Umbau des Dorfplatzes werden den kleinen Reutlinger Stadtteil einen entscheidenden Schritt in Richtung einer attraktiven und lebendigen Ortsmitte weiterbringen.

Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts ist die Aufnahme in das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR), den Antrag wird die Stadt jetzt stellen. Eine Zusage über die ELR-Mittel wird frühestens im Frühjahr 2013 vorliegen. Klappt alles wie geplant, wird die Stadt die Gelder im Doppelhaushalt 2013/14 bereitstellen.

In der Dorfscheune ist für kulturelle Veranstaltungen ein rund 47 Quadratmeter großer Saal geplant, der 80 Sitzplätze bieten wird. Dort wird auch eine 25 Quadratmeter großen Bühne und eine elf Quadratmeter große Küche eingebaut. Die Stadtverwaltung rechnet mit Gesamtkosten von rund 460 000 Euro - 240 000 Euro für die Sanierung der Dorfscheune und 220 000 Euro für den Umbau des Dorfplatzes. Neben 200 000 Euro aus dem städtischen Haushalt und einem Zuschuss von 145 000 Euro aus dem ELR-Topf will der Förderverein Kulturscheune Oferdingen 115 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen - ein "sportliches Ziel", wie WiR-Rat Hans Wucherer anmerkte.

Der Oferdinger Verein, der inzwischen über 120 Mitglieder, darunter auch Firmen und Handwerksbetriebe, zählt, soll dem Beispiel der Betzinger folgend Bauherrschaft und Bauunterhaltungspflicht für die Dorfscheune übernehmen.

Gemeinderäte aus allen Fraktionen stimmten anschließend in den "Kanon des Lobes" (FWV-Fraktionsvorsitzender Jürgen Fuchs) für den Einsatz des im Mai 2009 gegründeten Fördervereins ein: Die Bürgerinitiative habe durch "Ausdauer und Ideenreichtum" dazu beigetragen, dass es zu diesem Grundsatzbeschluss komme, lobte Silke Bayer (SPD). Gabriele Gaiser (CDU) sprach von einem "Vorzeigeprojekt für Bürgerengagement". Gabriele Janz (Grüne) sah darin ein "sehr gutes Beispiel für Bürgerbeteiligung in der Stadtplanung". Und Julius Vohrer (FDP) lobte eine "echte Gemeinschaftsleistung, die von den Bürgern ausgeht und von der Stadt unterstützt wird".

Im Ortsentwicklungskonzept ist zudem vorgesehen, das Areal "Hinter der Schule" für einen Kindergarten freizuhalten. Derzeit verfügt Oferdingen über 89 Plätze für Zwei- bis Sechsjährige, benötigt werden jedoch bis 2030, wie Stefan Dvorak, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Vermessung, ausführte, rund 100 Plätze.

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