Ein Signal für den ländlichen Raum

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„Die Wirtschaft wünscht sich in der Verkehrspolitik ein Signal für den ländlichen Raum“, sagte IHK-Vizepräsident Alexander Benz bei der gemeinsamen Sitzung von IHK-Gremium Zollernalbkreis und IHK-Verkehrsausschuss in Albstadt. Gremium und Ausschuss diskutierten mit Vertretern des Regierungspräsidiums Tübingen über den Stand aktueller Straßenbauvorhaben und die kommenden Planungen. „Wir müssen den Zollernalbkreis besser anbinden und erschließen. Dazu gehört der Tunnel in Tübingen und Ortsumfahrungen wie in Lautlingen oder Schömberg.“

Bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans konnte die Region zehn für sie wesentliche Projekte im vordringlichen Bedarf unterbringen. Bei der nun anstehenden Priorisierung der Maßnahmen hofft Benz, dass „die Region erneut gut abschneidet.“ Das Land Baden-Württemberg will die Liste mit der Priorisierung aller Maßnahmen im Frühjahr 2018 vorlegen.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer aus Gremium und Ausschuss erneuerten die IHK-Forderung, dass die Personalkapazität für die Planung dringend ausgebaut werden muss. „Die Mittel für den Straßenbau sind endlich da. Nun darf die Umsetzung nicht daran scheitern, dass wegen Personalmangels nicht geplant werden kann“, sagte Reinhold W. Schlegel, stellvertretender Vorsitzender des IHK-Gremiums Zollernalb. Wenn entsprechende Stellen in der Verwaltung nicht besetzt werden könnten, müssen aus Sicht der IHK verstärkt private Planungsbüros beauftragt werden.Zum Dauerbrenner B 27 hatte Josef Bild, Abteilungspräsident des Regierungspräsidiums Tübingen, verhalten positive Nachrichten im Gepäck.

„Wenn alles gut läuft, können wir für den Bauabschnitt Nehren – Bodelshausen im Herbst 2018 bei der Planfeststellungsbehörde die Einleitung des Planfestellungsverfahrens beantragen. Für den Schindhaubasistunnel werden wir die Unterlagen zur Entwurfsplanung in der zweiten Jahreshälfte 2018 fertigstellen können.“ Da sich diese Vorhaben, wie auch die Ortsumfahrung Lautlingen, in weit fortgeschrittenen Stadien der Planung befinden, haben sie bereits höchste Priorität, so Bild.

„Sofern sich in der Planfeststellung keine Klagen ergeben, können diese Vorhaben relativ zeitnah verwirklicht werden.“

Der Bundesbedarfsplan 2016 wurde im Dezember 2016 mit einer einjährigen Verspätung beschlossen. Sein Volumen beträgt allein für den Straßenbau rund 70 Milliarden Euro. Davon entfallen 9,5 Milliarden Euro auf Baden-Württemberg, das damit im Ranking der Bundesländer den dritten Platz einnimmt.

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