Ein Etat ohne neue Schulden

Die Gemeinde Pliezhausen hat vier tragende Eckpunkte für einen soliden Haushalt. Neue Schulden werden nicht gemacht. Der Gemeinderat hat ihn am Dienstagabend einstimmig verabschiedet.

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Zu den größeren Projekten in Pliezhausen gehört der Bau des neuen Musikschul-Gebäudes.  Foto: 

Die Stimmung im Gemeinderat war sehr positiv bei der einstimmigen Verabschiedung des Haushaltsplanentwurfs, denn die Gemeinderäte sind voll des Lobes für das umfassende Zahlenwerk.

Es hat vier Eckpunkte, wie Bürgermeister Christof Dold als Kernbotschaft herausstellte: Weiterer qualitativ hochwertiger Ausbau der Kindertagesbetreuung, wozu auch der Neubau des zweiten Kinderhauses gehört, das Projekt Neubau für die Musikschule und musiktreibenden Vereine, weiterer konsequenter Schuldenabbau sowie Sicherung und Erhalt der hervorragenden Infrastruktur.

Ein Markenzeichen der Gemeinde sei, "dass wir im Bereich Bildung nicht nur die Pflicht erledigen, sondern hier auch Maßstäbe gesetzt haben", hatte Dold schon bei der Einbringung des Entwurfs betont. Dazu gehört auch der Neubau im Bereich musikalische Bildung, ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung von Pliezhausen, so Dold. Der schlägt mit 2,6 Millionen Euro in diesem und 2,3 Millionen Euro im nächsten Jahr bei den Investitionen zu Buche, und das ohne Kreditaufnahme.

Der strikte Schuldenabbau in den vergangenen zehn Jahren hat bewirkt, dass mehr als die Hälfte der Schulden bereits auf aktuell 1,8 Millionen Euro abgebaut werden konnten. Das ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 226 Euro, die 2015 um weitere 32 Euro auf 194 Euro pro Einwohner reduziert werden soll. Bei einem Gesamthaushaltsvolumen von 29,27 Millionen Euro entfallen auf den Verwaltungshaushalt 24,29 Millionen und auf den Vermögenshaushalt 4,97 Millionen Euro. Als Zuführungsrate sind 700 000 Euro geplant. Abzüglich Kredittilgung ergibt das eine Nettoinvestitionsrate in Höhe von 406 000 Euro. Auf der Einnahmenseite an Steuern und Zuweisungen stehen 13,87 Millionen Euro. Auf der Ausgabenseite sind im Verwaltungshaushalt 5,6 Millionen Personalkosten und zehn Millionen Euro Sachkosten geplant, im Vermögenshaushalt sind insgesamt 3,94 Millionen Euro für Baumaßnahmen vorgesehen.

Die Kreisumlage bereitet Sorgen, denn allein 166 000 Euro kostet die Gemeinde die erneute Steigerung von 32,75 auf 34,25 Prozentpunkte. Das ist weniger als die beschlossene Grund- und Gewerbesteuererhöhung mit 158 000 Euro einbringt. Pliezhausen zahlt in diesem Jahr fast 3,8 Millionen Euro Kreisumlage - im vergangenen Jahr waren es 3,35 Millionen.

"Sicherlich war die Erhöhung der Kreisumlage unumgänglich, die anstehenden Aufgaben des Kreises im Bereich Klinikum, Unterbringung von Asylbewerber und in Zusammenhang mit dem Regionalstadtbahnprojekt sind offensichtlich. Hier sind alle Gemeinden gefordert, auch wenn dies die Gemeindenkassen zusätzlich belastet", so Dieter Kurz (FWV) in seinen Ausführungen zum Haushaltsplan.

Klaus Katolla (UWV) wies insbesondere auf die sehr gute "politische Kultur im Gemeinderat, auf die wir schon ein wenig stolz sein können", hin. "Ganz gleich von welcher Person, Gruppe oder Partei ein Antrag kommt, er geht durch, wenn er vorteilhaft für unsere Gemeinde und für unsere Bürger ist, er also dem Wohl unserer Gemeinde dient."

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