Durch die Hölle zur Mittagsrast

Biosphärisch wandern und genießen: So könnte das Motto der sportlichen Tour 2012 unter Leitung von Wanderführer Gerd Fetzer gelautet haben. 28 Kilometer waren am Samstag zu bewältigen.

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28 Kilometer wanderten die Eninger Albvereinler - und kamen dabei hoch hinauf. Foto: Privat

Der Weg führte durch eine Landschaft, die es schöner beinahe nicht mehr gibt, nicht umsonst gehört sie zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Um 6 Uhr in der Frühe trafen sich 44 Wanderer aus Eningen und der weiteren Umgebung, um den Sonnenaufgang beim Aufstieg Richtung Gutenberg zu erleben. Immer auf halber Höhe, in flottem Tempo, vorbei an Glems und Dettingen erreichte die Gruppe den Calverbühl und genoss den herrlichen Ausblick auf das Ermstal und das Neckarland - und nahm die erste Stärkung. Nur einen Kilometer weiter wurde das Haus der Naturfreunde Dettingen erreicht, wo Kaffee und frische Butterbrezeln angeboten wurden.

Immer weiter auf halber Höhe führte der Weg über bekannte und unbekannte Steige. Zur Überraschung mündete der Weg direkt an der Oberkante der Gütersteiner Wasserfälle. Hier hatte der Wanderführer Informationen über die Geschichte dieses ehemaligen Klosters und die erste Wasserpumpenanlage des 17. Jahrhunderts zur Versorgung des Fohlenhofs parat.

Bequem führte die Strecke den Fohlensteig hinauf und, etwas unbequemer, aber naturnah durch die "Hölle", das steinerne Meer unterhalb des Rutschenfelsens. Um Punkt 12 Uhr war die Wasserfallhütte oberhalb des Uracher Wasserfalls erreicht. Verschwitzt und durstig, wie auch hungrig ließen sich die Teilnehmer zur Mittagsrast nieder. Übrigens waren diesmal viele junge Wanderer dabei - ein erfreuliches Zeichen. Steil und steinig führte der Steig hinauf am Fels entlang zum Rutschenfelsen.

Die Aussicht vom Camerer Stein ist immer wieder herrlich. Vor allem wenn, wie an diesem Tag, die Sonne vom blauen Himmel lacht und im Hintergrund der Hohenneuffen herüberblinkt.

Die Traufwanderung zum Fohlenhof, die Allee zum Landgestüt St. Johann, die Allee Richtung Renkenberg - es war ein Genuss ohne Reue. Am Schluss forderte die steinige Teufelsschlucht nochmals die Kondition, bevor am Freibad vorbei das Schützenhaus um 15.30 Uhr erreicht wurde.

Viel Lob für die schöne und abwechlungsreiche Tour erhielt Wanderführer Gerd Fetzer als würdiger Nachfolger von Norbert Merz. Die sportlichen Wanderer freuen sich schon auf die Tour im Jahr 2013.

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