Die Warnstreiks gehen weiter

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst werden morgen fortgesetzt. Neben Kinderbetreuungseinrichtungen ist auch die Fair-Energie betroffen.

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"Die Streikbereitschaft hat gegenüber vergangener Woche nochmals zugelegt", sagt Martin Gross, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Fils-Neckar-Alb, auf Nachfrage. Allein aus Reutlingen werden - Stand gestern Nachmittag - neun Busse zur zentralen Streikkundgebung nach Stuttgart fahren, dazu kommen noch weitere acht Busse aus Tübingen. Gross geht davon aus, dass sich aus dem gesamten Verdi-Bezirk, der auch Esslingen und Nürtingen umfasst, rund 1500 Beschäftigte in die Landeshauptstadt aufmachen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Am Mittwoch, 26. März, wird in den städtischen Kindertageseinrichtungen erneut gestreikt. Aufgrund des Streiks könne das Betreuungsangebot, wie die Stadtverwaltung gestern mitteilte, "wenn überhaupt nur für Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden und für Familien in besonders schwierigen Lebenslagen aufrecht erhalten werden". Eltern erfahren am heutigen Dienstag, wenn sie ihre Kinder abholen, ob und inwieweit der Betrieb in ihrer jeweiligen Einrichtung eingeschränkt ist. Aktuelle Infos gibt es ab heute Nachmittag auch unter www.reutlingen.de. Vergangene Woche waren 36 Einrichtungen vollständig und zwei teilweise geschlossen (wir berichteten).

Erstmals in dieser Runde beteiligen sich auch die Mitarbeiter von Fair-Energie und Stadtwerken am Warnstreik. Dort werde es zunächst vor den Türen des Betriebsgebäudes in der Hauffstraße eine Kundgebung geben, anschließend fahren die Streikenden in die Landeshauptstadt, erläuterte Betriebsratsvorsitzender Helmut Lorenz. Bereitschaftsdienste sichern die Daseinsvorsorge - und auch die Bäder bleiben geöffnet.

Aufgrund des angekündigten Warnstreiks fällt die Müllabfuhr am Mittwoch erneut aus. Betroffen sind die Abfallbezirke 1a (Oststadt), 1b (Altstadt), 4 (Burgholz/Achalmgebiet), 7 (In Laisen) und 9 (Betzenried). Die nicht abgeholten Abfälle und Wertstoffe können bei der nächsten regulären Abfuhr neben den Behältern bereitgestellt werden. Restmüll sollte dabei in stabile Kunststoffsäcke gefüllt werden. Gelbe Säcke sollten dafür nicht verwendet werden. Größe und Gewicht der "Mehrmengen-Säcke" sollten so beschaffen sein, dass die Müllwerker sie noch transportieren können. Papier sollte gebündelt oder in kleine Kartons verpackt neben die blaue Tonne gestellt werden. Die Bündel sollten nicht schwerer als zehn Kilo sein. Für zusätzliche Bioabfälle sind unbeschichtete Jutesäcke geeignet, wie man sie von der Grüngutabfuhr kennt. Aber auch unbeschichtete Papiersäcke werden als "Mehrmengen-Sack" akzeptiert und mitgenommen.

Die geplante Grüngutabfuhr in den Abfallbezirken 5a und 5b (Sondelfingen/Efeu) fällt am Mittwoch ebenfalls aus. Die Bürger werden dennoch gebeten, das Grüngut am Straßenrand sichtbar bereitzustellen. Die TBR-Mitarbeiter werden nach dem Streik die Abfuhr an den darauffolgenden Tagen nachholen.

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