Die strahlende Wellingtonie ist rekordverdächtig

Bronnweiler dürfte den größten am Standort gewachsenen Weihnachtsbaum Deutschlands haben. Nachdem die Wellingtonie geschmückt ist, steht eine Entscheidung über den Rekord noch aus.

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3000 Lichter leuchten seit Freitagabend an der Wellingtonie in Bronnweiler.  Foto: 

Es war ein Raunen, das am Freitagabend rund um die Bronnweiler Marienkirche zu hören war. Denn mit großer Spannung und bei ordentlicher Kälte hatten die Bronnweiler sowie zahlreiche Gäste auf den großen Moment gewartet, indem dem Mammutbaum endlich ein Licht aufgeht.

Um kurz nach viertelacht war es dann soweit. Die rund 35 Meter hohe Wellingtonie erstrahlte erstmals in einem bisher nicht gekannten Glanz und faszinierte alle, die sich den großen Augenblick nicht entgehen lassen wollten.

Mit den 3000 Lichtern macht der Baum jetzt trotzdem nicht nur richtig was her. Als der Mammutbaum Anfang der 1860er-Jahre nämlich noch ein Keimling beziehungsweise Setzling war und 1864 gepflanzt wurde, hätte wohl selbst Ideengeber König Wilhelm I. von Württemberg nicht gedacht, was aus der Sequoiadendron Giganteum einst werden wird: nämlich ein richtig großer Weihnachtsbaum. Ein rekordverdächtiger dazu noch.

Allein mit dieser Eigenschaft sowie der Anstrengung, die Lichterkette mithilfe von Spenden zu finanzieren beziehungsweise unter Federführung der Feuerwehr auf den Baum zu bringen, wollten sich die Bronnweiler allerdings nicht zufrieden geben. Bezirksbürgermeisterin Friedel Kehrer-Schreiber hatte deshalb schon vorab mit dem Ziel recherchiert, der weihnachtlichen Wellingtonie zu einem ganz besonderen Titel zu verhelfen.

"Größter, am Standort gewachsener Weihnachtsbaum in Deutschland" könnte deshalb nicht nur künftig auf einem Schild am Mammutbaum zu lesen sein. Vor allem ist laut Kehrer-Schreiber schon der Kontakt mit den Machern des Guinness-Buchs der Rekorde aufgenommen. Hätten die aufgrund der Bronnweiler Umtriebigkeit doch Interesse angemeldet und für den überdimensionalen Christbaum eine ganz neue und eigene Rubrik zugesagt.

Trotzdem: Noch ist es nicht soweit. "Wir müssen eine Dokumentation einschicken", erklärte Friedel Kehrer-Schreiber am Freitagabend als die Lichter in Bronnweiler erstrahlten. Außerdem müsste das Vermessungsamt noch die genaue Höhe der Wellingtonie ermitteln. Wenn das alles geschafft und die Daten belegt sind, dürfte einem Eintrag ins Buch der Rekorde aber nichts mehr im Weg stehen.

Weil's Freitagabend trotzdem so schön war, stand neben dem erstmals illuminierten Mammutbaum auch der kleine Adventsmarkt rund um die Marienkirche im Mittelpunkt, auf dem vor allem die Bronnweiler Kreativen Weihnachtliches feilboten. Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Posaunenchor, und die Feuerwehr sorgte für Verpflegung.

Bronnweiler hatte an diesem Wochenende indes noch einen weiteren Grund zu feiern: Es bekam einen der Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft".

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