Die Ruhe der Berge genießen

Bereits zum siebten Mal fand kürzlich das Kooperationsprojekt „Wandern nach (Brust-) Krebs“ statt. Ziel der 15 Frauen war die Kaltenberghütte.

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Bereits zum siebten Mal fand kürzlich das Kooperationsprojekt „Wandern nach (Brust-) Krebs“ statt. Der Deutsche Alpenverein Reutlingen und das Brustzentrum der Kreisklinik Reutlingen ermöglichen es Frauen nach dieser Krebserkrankung, die wunderbare Erfahrung einer alpinen Bergwanderung zu machen.

Anfang Juli fuhren 15 Frauen in zwei Minibussen nach Österreich. Nach intensiven Vorbereitungen mit Wanderungen zum Beispiel auf den Roßberg und die Achalm, ging es nun nach St. Christoph am Arlberg und von dort über den Paul-Bantlin-Weg zur Kaltenberghütte (2089 Meter).

Dank der sehr erfahrenen Wanderleiterinnen Dorothee Stengel, Dr. Martina Negwer vom Brustzentrum Reutlingen und der Erlebnispädagogin Ute Bauer, die die zum größten Teil unerfahrenen Frauen bestens auf diese Tour vorbereitet hatten, konnten alle den Aufstieg bewältigen, wie es im Pressebericht heißt.

Die fundierte Pflanzenkunde, Tipps zum Bergwandern und die Gespräche untereinander, die klare Luft sowie die tolle Aussicht bereicherten den Aufstieg. Frisches Quellwasser aus dem Brunnen, leckerer Kuchen, Kaiserschmarren oder Suppe erwartete die Teilnehmerinnen nach der ersten Anstrengung.

Am Folgetag wanderte der Großteil der Gruppe auf die Maroiköpfe (2529 Meter). Der Aufstieg war sehr anspruchsvoll und erforderte absolute Trittsicherheit. Aber die Aussicht und die Berge, die mit jedem Schritt mehr zum Vorschein kamen, machten die Anstrengung wett. Die alpine Flora zeigte sich in ihrer Vielfalt und bleibt unvergessen. Filigrane Soldanellen, Alpenrosenbüsche, blauer Enzian, die alten Bekannten. Neu lernte die Gruppe den Mutterwurz, Meisterwurz und den Alpendost kennen.

Die Steinmanderln (Steinmännchen), aufeinandergestapelte zur Wegmarkierung dienende Steine in Form von Hügeln oder Türmchen, bekamen beim Passieren einen weiteren Stein dazu. Dann das Gipfelkreuz mit seiner Inschrift „Viele Wege führen zu Gott – einer führt über die Berge“ ließ die Teilnehmerinnen spüren, wie mächtig die Berge sind und welche Kraft und Ehrfurcht sie einem verleihen, wenn man diese bezwungen hat.

 Nach dem Gipfelvesper ging es über zahlreiche Schneefelder zurück zur Hütte, um ein wohlverdientes, erfrischendes Bad im kalten Bergsee zu genießen. Kurz vor dem Abstieg gab es eine Abschlussrunde am lieb gewonnen Badesee oberhalb der Kaltenberghütte. Trotz leichtem Niederschlag war es für alle sehr berührend, die Tage geistig Revue passieren zu lassen, sich an all die schönen Erlebnisse zu erinnern.

Diese Wanderung war für alle Frauen eine tolle Erfahrung. Neben viel Spaß konnten wir spüren, wie leistungsfähig unsere Körper nach dieser schweren Erkrankung wieder geworden sind und wie wohltuend die Ruhe und die Klarheit der Berge sind.

Viele von unserer Gruppe waren so begeistert, dass sie diese Tour gerne noch einmal wiederholen würden. Dank der sehr großzügigen finanziellen Unterstützung der „Erika Seeger Stiftung“ für Tumorkranke am Klinikum am Steinenberg blieb die Ausfahrt nach Vorarlberg fast kostenfrei und die Teilnehmerinnen durften unbeschwert wandern und die beeindruckende Bergwelt genießen.

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