Die Nanny mit dem Regenschirm

Begeistert waren die Besucher in der Realschule bei der Premiere des Musicals "Mary Poppins", aufgeführt von der Theater- und Chor-AG unter der Regie von Beate Döring und Ceyda Yilmaz.

|
Ausdrucksstarkes Theaterspiel: Nanny Mary Poppins (Lena Johanning) - hier mit Vater Banks (Madeleine Bamberg), der von der "widerlichen Fröhlichkeit" im Haus so gar nicht begeistert ist.  Foto: 

"Das war ganz schön aufwendig", gibt Döring nach eineinhalb Stunden Theatershow gerne zu. "Die Kinder haben es wirklich prima gemeistert", ist sie begeistert. Die Proben zum Stück begannen bereits nach Ostern 2014. Umgeschrieben wurde es währenddessen auf Pfullingen und seine Umgebung. Der Chor unter der Leitung von Christiane Höpfner, stieg mit seiner Arbeit und dem Einstudieren zahlreicher lustiger Songs nach den Sommerferien damit ein.

Begleitet wurden die 15 Chorsängerinnen, die so manchen Zungenbrecher über die Lippen kriegen mussten von Konrektor Jochen Wandel am Piano. Neben zahlreichen Arbeiten und dem Zwischenzeugnis-Endspurt, war es für die Fünft- bis Zehntklässler eine ganz schöne Herausforderung in den letzten Wochen, wie Döring mit Respekt betont. Unterschiedliche Fachschaften der Schule sorgten derweil für ein stimmig-harmonisches Bühnenbild oder den sportlichen Teil der Choreografie. Ausdrucksstark besetzt war dabei nicht nur die Rolle der Mary Poppins (Lena Johanning). Als talentierte Super-Nanny begeistert sie ihre Schützlinge Jane (Melisa Metin) und Michael (Lea Lummert) regelrecht, während sie ganz eigene Erziehungsziele verfolgt. Sehr zum Leid von Mr. Banks (Madeleine Bamberg), dem Vater der Kinder. Die "widerliche Fröhlichkeit", die mit Mary Poppins im Hause Banks eingezogen ist, geht Vater Banks, ein nüchterner Banker, zunächst ordentlich auf den Kecks, während seine Frau (Lisa-Marie Bamberg) gut damit leben kann. Ist Mary Poppins doch einfach das beste Kindermädchen der Welt und scheinbar von Gaben beseelt - nicht nur bei Spaziergängen an der Pfullinger Echaz -, die die Kinder bisher noch nicht erleben durften.

Aber was wäre die Geschichte schon ohne den völlig relaxten (Lebens-)Künstler und Könner Bert (Mark Mende) - ein Freund und Helfer von Mary Poppins? Sie wäre nicht halb so bunt und lustig. Das neue Kindermädchen will bleiben, bis sich der Wind dreht, wie sie den Kindern sagt.

Die Nanny mit dem Regenschirm bleibt tatsächlich bis ihre Aufgabe (in der Familie) erledigt ist, dann verschwindet sie spurlos. "Es kommt immer nur darauf an, wie man die Dinge anfasst", erklärt sie den Kindern zuvor tiefgründig und lernt ihnen, wie bittere Medizin nach Himbeersaft und Waldmeister schmecken kann oder Aufgaben mit Freude erledigt werden. Auch der Zuschauer lernt etwas im Stück: Etwas, was man immer sagen kann, wenn man sonst nicht weiß, was sagen, ist "Supercalifragilisticexpialigetisch".

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Perspektive für den Leuchtturm

Mit der Zusage, die Arbeit der Reportageschule ab dem Jahr 2018/2019 mit einem Zuschuss von jährlich 150 000 Euro aus dem Weiterbildungsetat dauerhaft zu fördern, „hat unsere Schule eine Perspektive“, freut sich Bausch. weiter lesen