Die Erde, Kunst und Luther

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Ein Erdschnittmodell ist im Naturkundemuseum, das an den Feiertagen geöffnet ist, zu sehen.  Foto: 

Im Naturkundemuseum gibt es die Naturgeschichte der Erde, des Lebens und der Region zu entdecken: die Entstehung der Schwäbischen Alb, der Gesteine und Minerale, den Vulkanismus und die Karstlandschaft. Versteinerungen aus dem Schwäbischen Jura, wie das fünf Meter lange Meereskrokodil aus Ohmenhausen, zeigen welche Lebewesen sich hier vor 190 Millionen Jahren tummelten. Die heute typische Tier- und Pflanzenwelt in und um Reutlingen versetzen mal in den Auwald der Fließgewässer, mal auf die Streuobstwiese oder in den ursprünglich flächendeckenden Buchenwald. Zudem gibt es auch ganz Praktisches zu erfahren: welche heimlichen Untermieter vor allem in der kalten Jahreszeit den Wohnraum mit uns teilen. Der Eintritt ist frei.

Das Kunstmuseum Spendhaus ist wegen Umbaumaßnahmen noch bis zum 15. Dezember geschlossen.

In der neuen städtischen Museumseinrichtung „Sammlung für konkrete Kunst Reutlingen“ wird an den Feiertagen die Ausstellung „Voll konkret“ zu sehen sein. Die Kunstwerke werden in einer Art Schaulager-Präsentation gezeigt. Den Kern der beiden Schenkungen bilden Serienwerke von bedeutenden Vertretern der konkreten Kunst, wobei die Vertreter der konkreten Kunst Frankreichs einen Schwerpunkt bilden. Es finden sich wichtige Werkgruppen etwa von Bernard Aubertin, Hartmut Böhm, François Morellet, Anton Stankowski oder Christian Wulffen. Einige der geschenkten Arbeiten wurden von den Künstlern gezielt für die Räume der Stiftung geschaffen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Dieses Jahr feiern Christen weltweit 500 Jahre Reformation. Der Thesenanschlag Martin Luthers am 31. Oktober 1517 wird als Ausgangspunkt der Reformation betrachtet. Was bietet sich also besser an, als am Reformationstag die Ausstellung „Der „Luther Schwabens“: Matthäus Alber“ im Heimatmuseum zu besuchen? Sie erzählt auf anschauliche Weise von den kirchlichen, sozialen und politischen Verhältnissen in Reutlingen vor 500 Jahren und wie Matthäus Alber hier die Ideen Luthers tatkräftig umgesetzt hat. Vorreformatorische kirchliche Geräte und Gewänder, Dokumente und Gemälde lassen die Zeit des Umbruchs lebendig werden.

Das Naturkundemuseum, das Heimatmuseum und die Städtische Galerie in Reutlingen sind in der kommenden Woche am Reformationstag, Dienstag, 31. Oktober, und an Allerheiligen, Mittwoch, 1. November, jeweils in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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