Die Cliquen sind wieder da

Nach dem Hagelunwetter am 28. Juli 2013 waren die Räume der Mobilen Jugendarbeit in der Pestalozzistraße lange nicht benutzbar. Nach ihrer Renovierung gab es nun ein ",Wiedereinweihungsfest".

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Daniel Bergers (Mobile Jugendarbeit), Ulrich Schubert (Stellvertretender Amtsleiter Schulen, Jugend und Sport), Regina Steinborn, Michael Schadt und Karin Spata (alle Verein Hilfe zur Selbsthilfe), Heide Barth (Mobile Jugendarbeit) und Michael Dullstein (der für Hohbuch zuständige Gemeindepfarrer, von links) beim "Wiedereinweihungsfest".  Foto: 

"Nach dem schweren Unwetter im letzten Jahr sind wir nun wieder in voller Besetzung in den Räumlichkeiten in der Pestalozzistraße 105 da und wollen dies gerne feiern". Mit diesen Worten hatten Heide Barth und ihr Kollege Daniel Bergers von der Mobilen Jugendarbeit Schafstall/Hohbuch zum ihrem "Wiedereinweihungsfest" in den neu renovierten Räumen eingeladen.

Heide Barth war damals allein auf weiter Flur, als sie am Montagmorgen nach dem Unwetter feststellen musste, dass mächtig viel Wasser in die Räumlichkeiten eingedrungen war. Die vorhandenen, viel zu kleinen Wasser-Einlaufschächte konnten das hier von drei Richtungen kommende Wasser nicht schlucken. Eine Tatsache, an der sich bis heute noch immer nichts geändert hat. "Wir haben diesbezüglich beim zuständigen Amt um Rückruf gebeten, bis heute vergeblich", erzählt Barth, die Angst davor hat, "dass beim nächsten Starkregen oder Unwetter gleiches noch einmal passiert".

Während ab August die Räume drei Monate lang getrocknet, wucherder Schimmel beseitigt sowie die Türen und alle Böden komplett erneuert wurden, musste ein kleiner Container als Domizil herhalten. Als die mit Mitteln des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe und der GWG Reutlingen getätigten Renovierungsarbeiten Anfang Dezember abgeschlossen wurden und man wieder zurück konnte, "waren die Besuche, vor allem der Jüngeren, eingeschlafen", wie Barth rückblickend erzählt. Aber, nachdem sie im April mit dem Sozialpädagogen Daniel Bergers einen engagierten Kollegen zur Seite gestellt bekommen hatte, wurden es von Woche zu Woche wieder mehr. Und jetzt sind auch die Cliquen wieder da", sagt sie mit strahlenden Augen. Etwa 50 Besucher pro Woche sind es mittlerweile wieder, die aus unterschiedlichen Gründen in die Räume der Mobilen Jugendarbeit kommen.

So wie der 16-jährige Salvatore Guarino aus der Nachbarschaft, der seit drei Jahren hierher kommt, "um mit anderen Jugendlichen was zu unternehmen". Was er dabei besonders schätzt, sind der "Computer mit Facebook, der Billardtisch und weil es hier friedlich ist". Heide Barths große Freude darüber, "dass wir jetzt eine nagelneue Küche haben", teilt auch er.

Unter den Gästen, die zum "Wiedereinweihungsfest" in die Pestalozzistraße gekommen waren, fanden sich neben vielen Nachbarn aus drei Generationen auch Kollegen vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe und der evangelische Hohbuch-Gemeindepfarrer Michael Dullstein .

Neben Begegnungen bei Speis und Trank wurde ab 18 Uhr die Übertragung des Fußball-WM-Viertelfinalspiels gegen Frankreich geschaut.

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