Die Alb muss mobiler werden

Die Alb soll mobiler werden. Deshalb lud  Beate Müller-Gemmeke zu einem Fachgespräch über die Zukunft des Schienenverkehrs in der Region ein.

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Zu Gast waren Bernd-Matthias Weckler, Geschäftsführer der Schwäbischen Alb-Bahn, Müller-Gemmekes Fraktionskollege und Sprecher für Bahnpolitik, Matthias Gastel, und der Landtagsabgeordnete Thomas Poreski.

Sie alle sprachen sich für die Regionalstadtbahn (RSB) Neckar-Alb aus. Denn die Bahn bietet viele Möglichkeiten für ein fahrgastfreundliches und nachhaltiges Mobilitätsangebot in der Region. Pläne dafür, wie eine solche RSB realisiert werden kann, liegen schon vor. Erstes Ziel ist es, die Elektrifizierung der Strecke von Bad Urach über Reutlingen nach Herrenberg voranzutreiben. In weiteren Schritten sind Netzergänzungen nach Gomaringen und Kleinengstingen geplant. Am Ende soll ein 190 Kilometer langes Netz für Bahnverbindungen im 15- bis 30-Minuten-Takt entstehen.

Weckler forderte bessere Rahmenbedingungen für Investitionen ins Schienennetz und den Abbau von Benachteiligungen des Personen- und Güterverkehrs auf der Schiene: „Nur so lässt sich der öffentliche Nahverkehr nachhaltig entwickeln. Und nur so lassen sich die internationalen Klimaschutzziele im Verkehrsbereich erreichen.“

Gastel gab einen Überblick über die nicht ganz einfachen politischen Rahmenbedingungen. Denn die Investitionsförderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz läuft 2019 aus und eine Nachfolgeregelung wird dringend erwartet. „Weil der Bund nicht entscheidet, fehlt den Ländern und Kommunen die Planungs- und Finanzierungssicherheit“, bemängelte Gastel, der dem Bundestags-Verkehrsausschuss angehört. Müller-Gemmeke vermisste auch beim Bundesverkehrswegeplan die Unterstützung des Bundes für den Schienenverkehr, weil der Planentwurf „viele neue Straßen und viel zu wenig für die Schienenwege vorsieht.“

Gastel erinnerte daran, dass das Land die RSB für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet hat, der Bund dieses Vorhaben bisher aber nicht einmal bewertet hat. Das sei überfällig. Poreski sieht auch die Region in der Pflicht: „Nur wenn jetzt vor Ort die Planung vorangetrieben wird, kann losgelegt werden, sobald der Bund seinen Anteil bereitstellt.“

Das einhellige Fazit des Fachgesprächs: Der Bund muss endlich handeln, damit die Regionalstadtbahn Neckar-Alb Realität werden kann.

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