Der Wunsch nach einem Pflegeheim ist groß

Wie und wohin soll sich Rommelsbach entwickeln? Eine Bürgerbeteiligung suchte auf diese Fragen Ende November Antworten. Nun wurden die Ergebnisse im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss vorgestellt.

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Das Ortsbild im Reutlinger Stadtteil Rommelsbach im Nordraum hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Doch obwohl die neu gestaltete Ortsmitte dem Stadtteil nun ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt, ist die Entwicklung weiterhin noch nicht abgeschlossen.

Ende November hatte die Stadtverwaltung die Bürger deshalb zur Befragung über die aktuelle Situation sowie die Mitwirkung an einem weiterführenden Ortsentwicklungskonzept eingeladen. Doch nicht nur 80 Rommelsbacher beteiligten sich, die Ergebnisse wurden vergangene Woche nun auch den Mitgliedern des städtischen Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses vorgestellt.

"Einzelhandel und Nahversorgung sind die Stärke von Rommelsbach", meinte dementsprechend Stefan Dvorak, Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Vermessung. Und obwohl der neue Supermarkt in der Ortsmitte inzwischen mehrheitlich positiv bewertet worden sei, würden es die Bürger so empfinden, dass Rommelsbach dabei durch ständige Neubauten seine Identität verliere.

Ein großes Thema ist für die Rommelsbacher darüber hinaus der Verkehr. Der Schwerlastverkehr müsse reduziert werden - und die zwei großen Durchgangsstraßen würden das Wohnen in der Ortsmitte unattraktiv machen. Wobei eine Ausdehnung von Tempo 30 viele Bürger schon für hilfreich halten würden. Während der Verkehr trotzdem nur schwer in den Griff zu bekommen sein dürfte, sind die Zukunft der alten Schule sowie der Turn- und Festhalle heikle Themen. Denn einen möglichen Abriss der Halle würden zahlreiche Rommelsbacher als erneute Zerstörung von gewachsenen Strukturen empfinden. Zumal bei dem großen Gebäude erst vor kurzem vereinzelte Sanierungen durchgeführt worden seien.

Nichtsdestotrotz soll sich der Ort weiterentwickeln. Hierzu scheint vor allem der Wunsch nach einem Pflegeheim zu zählen. Laut Bezirksbürgermeister Siegfried Thumm gehe es nun aber um den Standort. Wobei die Bruderhaus-Diakonie als Investor bereitstehe und kein reines Pflegeheim erstellen, sondern in einem möglichen Gebäude auch Pflegegruppen unterbringen möchte.

Wie sich Rommelsbach weiterentwickelt, welche Ideen der Bürger aufgegriffen werden können und welche nicht umsetzbar sind, soll trotzdem bei einer weiteren Bürgerbeteiligung erörtert werden.

Der genaue Termin für das nächste Treffen steht laut Stadtentwickler Stefan Dvorak allerdings noch nicht fest, soll jedoch möglichst noch vor den Sommerferien stattfinden. Bei diesem Termin geht es dann nochmals um Ergänzungen und Korrekturen zu den bisherigen Planungsszenarien für den Stadtteil Rommelsbach.

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