Der Natur auf die Sprünge helfen

Der Südhang des "Monte Kiki" wird der Natur zuliebe in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Nach tierischer Landschaftspflege im Herbst 2014 hat nun eine Spezialfirma die Gehölze entfernt.

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Dem Südhang des nach dem einstigen Leiter des Garten- und Friedhofsamtes, Peter Kik, benannten, in den Jahren 1980 bis 1982 mittels städtischen Erdaushub aufgeschütteten "Monte Kiki" im Markwasen, war sein ursprüngliches Gesicht längst verloren gegangen. Zu Beginn hatte sich eine artenreiche Wiese und damit ein Paradies für unterschiedlichste Fauna und Flora entwickelt. Doch die Artenvielfalt wurde nach und nach von spontan gewachsenen Gehölzen verdrängt, die zudem die Sicht vom Gipfel des knapp 18 Meter hohen "Berges" vor den Toren der Stadt einschränkten. Unter den Bäumen hatte sich ein nahezu undurchdringliches Gestrüpp etabliert.

Um den einst baum- und strauchlosen, inmitten des Sport- und Freizeitparks Markwasen gelegenen "Monte Kiki" (nicht "Monte Kik") wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, erarbeitete das städtische Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt ein mehrstufiges Konzept für die Landschaftspflege. Ab dem 19. September 2014 wurde der Südhang von elf Burenziegen des Umweltbildungszentrums Listhof wie erhofft intensiv beweidet, sprich von niedrigem Gehölz kahlgefressen. Diese erste erfolgreiche Maßnahme endete am 15. Oktober. "Im Winter bei Frost will die Stadt mit schwerem Gerät rangehen, um dann die größeren Bäume zu fällen", sagte damals Matthias Scheider von der Grünflächenabteilung vorausschauend. Und weiter: "Allerdings sollen dabei einzelne Bäume und Strauchgruppen erhalten bleiben." Jetzt spielte die bei Tag und Nacht streng frostige Witterung der Stadt wie gewünscht in die Karten. Am 4. Februar rückte die mit den Rodungsarbeiten beauftragte Pfullinger Firma Försterwerkstatt mit ihrem Chef Felix Schenk und drei Mitarbeitern samt Spezialmaschine an. Schon am Freitagnachmittag hatte das Quartett die Arbeiten komplett und ohne jeglichen Flurschaden abgeschlossen. Matthias Scheider sowie Günter Neuhäuser von der städtischen Abteilung Umwelt blieb nur die Aufgabe, einzelne sinnvoll verbleibende Bäume und Strauchwerk festzulegen.

Schon im Vorfeld hatten sie die Weichen für die Vermarktung des anfallenden Holzes und letztlich auch dessen energetische Verwendung gestellt. Im Laufe des Freitags von Spezialgeräten an Ort und Stelle klein gemacht und abtransportiert. Sobald im Frühjahr die Temperaturen steigen und die allesamt auf Stock geschlagenen Gehölze austreiben, werden am "Monte Kiki" abermals die Listhof-Ziegen aufkreuzen, um die dann sprießenden jungen Triebe genüsslich zu verzehren. Künftig sollen die Ziegen den Südhang des "Monte Kiki" zweimal jährlich beweiden.

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