Der letzte "reine" Jahrgang

"Sie haben alles richtig gemacht, indem Sie sich für das Seminar Reutlingen entschieden haben!".So begrüßte Direktor Dieter Salzgeber den letzten Jahrgang der "reinen" Realschullehrer-Ausbildung.

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Ministerialdirektor Dr. Jörg Schmidt begrüßt die neuen Realschullehreranwärterinnen und -anwärter.  Foto: 

213 angehenden Lehrkräfte werden in den kommenden 18 Monaten ihren Vorbereitungsdienst am Seminar Reutlingen und an 95 Ausbildungsschulen der Region absolvieren - zum letzten Mal wird das Realschulseminar dabei "reine" Realschullehrerinnen und Realschullehrer ausbilden.

Ab Februar 2016 werden dann am Seminar Reutlingen so genannte "Stufenlehrerinnen und -lehrer" für Haupt-/Werkrealschulen/ Realschulen und Gemeinschaftsschulen ausgebildet.

Die Anwesenheit vieler Ehrengäste aus Politik, Schulverwaltung und Ausbildungsschulen bei der feierlichen Eröffnung des neuen Kurses 32 in der Wittumhalle in Rommelsbach zeigt aus Sicht von Direktor Dieter Salzgeber das hohe gesellschaftliche Interesse an einer guten Lehrerausbildung. "Qualitätsverbesserung an Schulen wird auch erreicht durch eine gute Lehrerbildung. In Reutlingen wird Lehrerbildung mit Kompetenz und Sachverstand betrieben."

Salzgeber machte in seiner Begrüßungsrede deutlich, dass er davon ausgeht, dass die jungen Lehrerinnen und Lehrer die Schulen mit ihrer Arbeit und neuen Ideen bereichen werden. Zudem stellte er dar, dass die Themen Inklusion, Interkulturalität und Individuelle Förderung eine immer zunehmende Bedeutung in den Schulen darstellen und das Seminar Reutlingen die angehenden Lehrkräfte drauf sehr kompetent vorbereitet.

Ministerialdirektor Dr. Jörg Schmidt vom Kultusministerium hob in seiner Rede zum Beginn des Vorbereitungsdienstes die hohe Bedeutung der Lehrerinnen und Lehrer als Ansprechpartner und Bezugspersonen für Kinder und Jugendliche hervor. Er wies daraufhin, dass das Ziel der Landesregierung sei, Kindern und Jugendlichen, die durch ihre soziale Herkunft benachteiligt seien, bessere Bildungschacen zu bieten. Hierbei hob er die Bedeutung von individualisiertem Unterricht und die Weiterentwicklung der Realschule ab dem Schuljahr 2016/ 2017 hervor.

Die Weiterentwicklung der Realschulen sieht vor, dass in Klasse 5 und 6 alle Niveaustufen unterrichtet werden sollen, in Klasse 7 und 8 das Grundniveau und das Mittlere Niveau im Unterricht vertreten sein sollen und sich danach die Jugendlichen in Klasse 9 auf den Hauptschulabschluss respektive in Klasse 9 und 10 auf die Mittlere Reife vorbereiten sollen. Hierfür müssen die angehenden Lehrerinnen und Lehrer sich am Seminar in Reutlingen professionalisieren.

In einem weiteren Grußwort überbrachte Schuldekan Meinrad Dusba den angehenden Lehrkräften die besten Wünsche der evangelischen und katholischen Kirche.

Zum heiteren und stimmungsvollen Verlauf der Veranstaltung trugen musikalische und humoristische Einlagen des Vorgängerkurses bei. In mehreren Beiträgen wurden Alltagsszenen an den Schulen oder am Seminar karikiert und den angehenden Kolleginnen und Kollegen so ein Bild ihrer möglichen beruflichen Zukunft vermittelt.

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