Dem Shitstorm eine Grenze setzen Cybermobbing

Es ist eine Alltagsgeschichte des Cybermobbings: Die Theatergruppe Bühnengold aus Berlin spielte auf Einladung des Kinderschutzbundes vor Reutlinger Schülern das Stück "Klick & Kill".

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Präventiv gegen Cybermobbing mit Theater vorgehen.  Foto: 

"Die Freiheiten, die unsere junge Webgeneration hat, sind sehr wertvoll, leider wissen aber viele nicht, wie mit ihnen umzugehen ist", sagte Ursula Schlüter, Erste Vorsitzende des Reutlinger Kinderschutzbunds. So möchte der Kinderschutzbund hier präventiv wirken und bietet dementsprechende Veranstaltungen an.

Wie notwendig das ist, zeigte sich, als das Publikum in das Geschehen auf der Bühne involviert wurde und seine Dislikes zu dem im Netz gemobbten Jungen auf die Bühne schickte. Wie schnell und wie viele sich von den Mobbern mitreißen ließen, überraschte einige der jungen Zuschauer selbst. In der Diskussion nach der Vorführung waren sich alle einig, dem Gruppenzwang Widerstand zu leisten, ist nicht leicht. "Man will nicht abseits bleiben", begründete ein Junge aus dem Publikum. Dass jemand für den "Gruppenspaß im Netz" teuer bezahlen muss, war ihnen nach dem tragischen Ausgang des Theaterstücks klar.

"Hier haben wir mit schwerwiegenden Straftaten zu tun", verwies Paul Mejzlik, Kriminalhauptkommissar vom Polizeipräsidium Reutlingen, Referat Prävention, in der Podiumsdiskussion. Er ermutigte die Opfer des Cybermobbings, den Weg zur Polizei zu wagen, und die Täter klärte er darüber auf, welche Konsequenzen üble Nachrede im Netz für strafmündige Jugendliche haben kann. Aufrütteln wollte die Veranstaltung, und die lebendige Diskussion nach dem Theaterstück machte deutlich, dass das Ziel erreicht worden ist.

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