Das Wanderheim ist umgebaut

Rund drei Monate lang wurde das Wanderheim des Albvereins auf der Eninger Weide gehörig auf Vordermann gebracht. Am kommenden Sonntag wird der Umbau mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

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Die Rampe sorgt nun für den barrierefreien Zugang. Links die Eingangstür zur rollstuhlgerechten Toilette. Foto: Karin Lober

Das Wanderheim liegt auf 751 Metern Höhe, es wurde 1976 eingeweiht, und dient seither vielen Wanderern als Übernachtungsmöglichkeit. Weil aber die Ansprüche der Gäste im Laufe der Jahrzehnte gestiegen sind, war es jetzt an der Zeit, das - nach dem einstigen Vertrauensmann Hans Schenk benannte - Gebäude umzubauen.

Die Handwerker waren dabei im ganzen Haus tätig. Am meisten wurde allerdings im Obergeschoss gewerkelt, wo sich die Räume für die Übernachtungsgäste befinden.

Bislang kamen auf die 41 Betten gerade mal zwei Duschgelegenheiten. Jetzt, nach dem Umbau, haben alle sechs Schlafräume eine eigene Dusche. Die Duschen befinden sich entweder im Raum selbst oder aber in einem separaten Badezimmer.

Auch die Zahl der Toiletten im Obergeschoss wurde von zwei auf vier erhöht. Um Platz für die zusätzlichen sanitären Einrichtungen zu gewinnen, musste der Seminarraum verkleinert und die Zahl der Betten um vier verringert werden.

"Die Umbauten im oberen Stockwerk waren ziemlich aufwendig", weiß Josef Härle, der mit Ingo Ruf und Frank Weichert an der Spitze der Eninger Ortsgruppe des Albvereins steht. Schließlich war es nötig, zusätzliche Abwasserrohre zu verlegen und die elektrischen Leitungen zu erneuern. Ein Aufwand, der sich schlussendlich in den Kosten niederschlug: Die vorab kalkulierten 150 000 Euro reichten am Ende nicht aus, um die gesamten Baumaßnahmen zu finanzieren.

Zu diesen Maßnahmen zählen übrigens auch die Rampe, die nun den barrierefreien Zugang zum Wanderheim ermöglicht, sowie die neue behindertengerechte Toilette im Erdgeschoss. Diese befindet sich dort, wo früher das Hüttenpersonal übernachten konnte.

Neu gestaltet wurden auch die Gästetoiletten im Untergeschoss. Hier wurden außerdem die ehemalige Küche und das Esszimmer für Selbstversorger entfernt. An selbiger Stelle befinden sich nun Toiletten fürs Personal, ein Archiv sowie eine Abstellraum für die Pächterin des Wanderheimes.

Auch die Gaststube wurde aufgemöbelt: Die Holzdecke erhielt einen weißen Anstrich, wodurch der Raum deutlich an Helligkeit gewonnen hat. Dass mehr Licht ins Haus fallen kann, dafür hat aber auch die Säge gesorgt: Der ein oder andere Baum im Außenbereich musste in der Vergangenheit weichen.

Aus dem Stumpf eines gefällten Baumes wurde übrigens ein großer Tisch mit einer besonderen Pilz-Dekoration gezaubert. Ein hübscher Platz, der bei schönem Wetter zum Verweilen einlädt. Ob das Wetter am 6. Mai gut genug ist, um im Freien zu feiern, das steht allerdings noch in den Sternen. Klar ist allerdings, dass an diesem Tag der gelungene Umbau mit einem Tag der offenen Tür gefeiert wird.

Von 11 bis 12.30 Uhr werden Führungen durchs Haus angeboten, erzählt Josef Härle. Um 14 Uhr wird die offizielle Neueröffnung durch eine Schlüsselübergabe besiegelt. Dabei wird auch ein Vertreter des Hauptvereins anwesend sein, unter Umständen sogar der Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Neben den Jagdhornbläsern sorgt die Band "Hüttensound" am Nachmittag für Unterhaltung, berichtet die Pächterin Gudrun Gekeler und verrät, dass die Küche am Sonntag auch Spanferkel im Angebot haben wird.

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