Das Mobile ist Gold wert

In Bayern findet gerade mit 10 000 Annahmestellen die größte Handy-Recycling-Aktion statt. Die Mobiltelefone enthalten überaus wertvolle Inhaltsstoffe, zum Beispiel Gold.

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Alleine das Gold, das in den Mobiltelefonen steckt, könnte 40 Prozent des Gold-Imports der deutschen Schmuckindustrie decken, rechnen Fachleute vor, das geht aus einem Bericht so ein Bericht der "Süddeutschen Zeitung" vom Dienstag hervor. Und nun beginnt in Bayern die bisher größte Althandy-Sammlung Deutschlands.

Thema hochwertiges Recycling: Wenn die Mobiltelefone getrennt von allen anderen Altgeräten gesammelt werden, können teure Geräte zwar nochmals verwendet werden. Ist das aber nicht möglich, sollen Geräte nun gesammelt und fachgerecht zerlegt werden. Bauteile wie Akkus und Displays, die gefährliche Stoffe enthalten, werden entfernt. Kunststoffteile (zum Beispiel das Gehäuse) werden zunächst von Hand entfernt, so die Deutsche Umwelthilfe.

Oft gibt es sogar Prämien für Nutzer, die ihr nicht mehr benötigtes Mobiltelefon zurückschicken (Deutsche Telekom). Wie bei den meisten Elektrogeräten wird der Rest mechanisch zerkleinert (Schreddern), um danach die einzelnen Bestandteile besser auseinander sortieren zu können.

Insbesondere die so genannte Leiterplatte des Handys enthält wertvolle Edelmetalle, sie ist im wahrsten Wortsinne Gold wert. In einer modernen, entsprechend ausgestatteten Metallhütte (Schmelze) können diese wertvollen Bestandteile abgetrennt und zu einem sehr großen Teil zurückgewonnen werden. Damit stehen sie im Rohstoffkreislauf wieder für neue Geräte zur Verfügung. Das Recycling schont also knappe und teure Edelmetall-Ressourcen und ermöglicht die schadlose Entsorgung gefährlicher Schwermetalle.

Ein durchschnittliches Handy besteht aus einer Fülle verschiedener Materialien. Auch Zinn, Blei, Kobalt, Aluminium, Wolfram, Palladium, Mangan und Molybdän stecken im Handy drin.

Diese Stoffe sind nur schwer oder überhaupt nichtnatürlich abbaubar und können sich im Körper anreichern. Durch eine unsachgemäße Entsorgung können sie über Boden, Grundwasser und Atmosphäre in die Umwelt gelangen und so zu einer Gefahr für Mensch und Umwelt werden.

Aber viele der Stoffe in den Geräten sind eben wertvoll, so einige Metalle, die letztlich alle importiert werden müssen - und deren Nachfrage steigt weiterhin weltweit.

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