Danke für die Lieder

Die Chorgemeinschaft Liedertafel-Concordia 1833 lud gestern zu einem musikalischen Sonntagmorgen in den Spitalhof ein. Dort ehrte sie Sänger, die sich seit mindestens 25 Jahren in den Verein einbringen.

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Anna Sproll, Anneliese Rittelmann, Rolf Weinmann, Charlotte Gebauer und Karl-Bernhard Votteler freuten sich über Blumen, Urkunden, Sängerplaketten und Wein zum Ölen der Stimme. Foto: Mareike Manzke

"Es ist mir eine sehr große Freude, die Sänger, die der Concordia 25 Jahre oder länger die Treue halten, auszuzeichnen", bescheinigte der Erste Vorsitzende Bernhard Treuber. Unter den passiven Mitglieder ehrte er Anneliese Rittelmann, der Treuber einen besonderen Dank für ihre alljährliche Dekoration bei der Adventsfeier aussprach, Anna Sproll und in Abwesenheit Sabine und Rolf Votteler für 25 Jahre Mitarbeit. Seit ganzen 65 Jahren unterstützt Rolf Weinmann schon den Verein, früher als aktiver Chorsänger, heute als Fördermitglied. "Ich hoffe, dass Sie die Möglichkeit haben, weiterhin dabei zu sein", ermunterte Treuber.

Auch unter den aktiven Mitgliedern gab es zwei Jubilare zu verzeichnen. Auf 80 Jahre Chorarbeit kommen zusammen Charlotte Gebauer und Karl-Bernhard Votteler. Gebauer und Votteler tragen als erste Sopranistin und zweiter Tenor wesentlich zur Sangesleistung des Chors bei. Damals, 1973, als beide anfingen, habe die LiCo noch 80 bis 90 Sänger gehabt. Heute sei es ein kleinerer Kreis, erinnerte sich Treuber. "Das Vereinsleben wäre ohne euch nicht denkbar", konstatierte er nachdrücklich.

Das außerordentliche Engagement der beiden Hobbymusiker zeichnete die Stadt Reutlingen zusätzlich mit dem Sängerring aus. Dr. Werner Ströbele, Leiter des Kulturamtes und des Heimatmuseums, übernahm diese Aufgabe. Die LiCo sei immer ein verlässlicher Verein und guter Partner gewesen, sagte er. Ströbele erinnerte an die Serenade im Heimatmuseumsgarten, die Mitgestaltung am Schwörtag sowie beim Volkstrauertag. "25, 40 und 65 Jahre. Es tut der Stadt gut, wenn sich Menschen in Vereinen engagieren." Wenn man zurückblicke auf Gebauers und Vottelers Eintrittsjahr 1973 mit neuem Oberbürgermeister, der Watergate-Affäre und der Ölkrise, so hätten die Sänger die Krisen singend überstanden. Denn Singen sei eine friedfertige Angelegenheit, ein Kulturgut und eine Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens, bescheinigte Ströbele.

Am Ende hatte Treuber als neuer Vorsitzende der Chorgemeinschaft noch eine Überraschung parat: Er übertrug seinem Vorgänger im Amt, Hans Schäfer, die Ehrenvorstandswürde. Schäfer sei sein Ziehvater und habe immer das Talent gehabt, die Sänger zu begeistern und das Publikum zu unterhalten. Dabei sei er aber stets bescheiden im Hintergund geblieben. Auch Schäfers Frau Iris sprach er seinen Dank aus. "Ihr wart ein Team, das sich ergänzt hat", unterstrich er. "Als ruhige Kraft dahinter" bezeichnete er zudem den ehemaligen Vizevorsitzenden Karl-Heinz Votteler. Zum Abschlus sang der gemischte Chor unter der Leitung von Isabelle Bläubaum ein Werk, das der Veranstaltung auch ihren Namen hätte geben könne: Danke für die Lieder.

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