CDU will Videoüberwachung am ZOB

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Gabriele Gaiser (2. von links) und Michael Donth (rechts) stellten am ZOB den Forderungskatalog der CDU vor.  Foto: 

Bei einem Ortstermin am Freitagnachmittag stellten Vertreter von CDU-Stadtverband und Gemeinderatsfraktion, unterstützt durch den Bundestagsabgeordneten Michael Donth, am ZOB einen Forderungskatalog für mehr Sicherheit im Innenstadtgürtel um die Eberhardstraße zwischen Stadthalle, Omnibusbahnhof und Bahnhof vor.

Auslöser für diese Aktion seien, sagte die Stadtverbandsvorsitzende Gabriele Gaiser, zahlreiche Gespräche an Infoständen vor der Bundestagswahl gewesen. Viele ältere Reutlinger Bürger hätten dort geschildert, dass sie sich in diesem Bereich nicht mehr wohl fühlten. Zudem hätten Eltern berichtet, dass deren Kinder während des Wartens auf den Bus öfters in Auseinandersetzungen verstrickt würden.

Darüber hinaus sei in Presseberichten der Reutlinger Polizei verstärkt verstärkt von Gewalt und Drogendelikten zu lesen. So wurden vergangene Woche zwei Brüder wegen Drogenhandels im Bürgerpark verhaftet. Die Polizei fand bei ihnen ein Kilo Marihuana und 2000 Ecstasy-Pillen.

Fünf Punkte umfasst der vorgestellte Maßnahmenkatalog: Als erstes verlangt die CDU eine genaue Analyse der in diesem Bereich begangenen Straftaten. Wichtig sei zweitens, keine  rechtsfreien Räume zu dulden. Deshalb fordert die CDU eine verstärkte Polizeipräsenz an Bahnhof, Federnseeplatz, ZOB und Bürgerpark – gerade auch in der Zeit der früher einsetzenden Dämmerung. Eine Videoüberwachung, so Forderung Nummer drei, soll Täter abschrecken und Straftaten präventiv entgegenwirken. Die Überwachung hätte zudem den Vorteil, dass begangene Straftaten besser aufgeklärt und auch gerichtsverwertbare Beweise gesichert werden können.

Weiter möchte die CDU, so Gaiser, das Frauentaxi wiederbeleben, das sich in andere Städten wie Tübingen oder Heidelberg bewährt habe. Frauentaxi heißt, ausschließlich weibliche Fahrerinnen befördern nur Frauen als Fahrgäste. Um die preisliche Hemmschwelle für Frauen zu senken, fordert die CDU eine finanzielle Förderung durch die Stadt. Man dürfe aber, warnt Gaiser, die Lage nicht zu dramatisch darzustellen. Die Achlamstadt sei mit ihrer Kriminalitätslage im Landes- und Bundesdurchschnitt führend. „Die CDU möchte eine Stadt, in der sich alle gleichermaßen sicher fühlen können.“

Die CDU wird jetzt Kontakt zu den anderen Fraktionen aufnehmen, um Druck bei der Stadtverwaltung zu machen, damit die angedachten Maßnahmen möglichst noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Aus Sicht der Polizei sei der Bürgerpark kein Kriminalitätsschwerpunkt, sagte Polizeispressesprecher Christian Wörner auf Nachfrage. Meist handle es sich bei den Delikten um „jugend- und sommertypische Themen“. Wörner: „Wir hatten noch keinen Fall  wo Unbeteiligte belästigt oder angegriffen wurden.“

Für den Bürgerpark kann Wörner noch keine Zahlen nennen –anders als im ZOB. Dort stieg die Zahl der von der Polizei registrierten Delikte von 70 (2015) auf 124 im vergangenen Jahr. Allerdings spielen Körperverletzungs-, Drogen und Eigentumsdelikte nur eine geringe Rolle. rab

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