Büros und Konferenzräume

Die RWT-Gruppe erwartet in diesem Jahr einen Umsatz von 26,5 Millionen Euro - das beste Ergebnis in der knapp 70-jährigen Firmengeschichte. Am Standort in Reutlingen wird ein neues Bürogebäude errichtet.

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    Nach dem Abbruch des Altgebäudes soll zur Charlottenstraße hin ein Büroneubau entstehen. Der Entwurf. . . Foto: 
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    . . . ist oben zu sehen und stammt vom Architekturbüro Riehle+Assoziierte. Foto: 
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Vor nunmehr 68 Jahren wurde die Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH gegründet. Heute gehören mit der Revision und Wirtschaftstreuhand, der Horwarth-Gruppe sowie der Anwaltskanzlei, der Personalberatung und der Unternehmensberatung fünf weitere Gesellschaften dazu. Als Neuling steht die IT Consulting GmbH in den Startlöchern. Ab Januar werden Kunden bei der Gestaltung der Geschäftsprozesse im IT-Bereich sowie bei relevanten Sicherheitsfragen beraten. Davon erwartet sich die Firmengruppe eine stärkere Präsenz am Markt und die leichtere Gewinnung von IT-Fachleuten für das Unternehmen, betonten Siegbert Dierberger und Dr. Philipp Neumann gestern bei der Präsentation der Geschäftsbilanz sowie der strategischen Ziele für das kommende Jahr. Neumann unterstrich die Bedeutung der Horwath GmbH, einem internationalen Netzwerk, dem 200 unabhängige Steuer- und Wirtschaftsberatungsunternehmen in 125 Ländern angehören. "Unsere mittelständischen Kunden sind exportorientiert, die Internationalisierung gehört dazu", sagte er. Nicht zuletzt gewinne das internationale Steuerrecht an Bedeutung. "Es ist eine Herausforderung, Doppelbesteuerungen zu vermeiden", hob Dierberger hervor. Die "Angemessenheit von Liefer- und Leistungsbeziehungen" zwischen Firmen und ihren Töchtern in verschiedenen Staaten werde durch die Finanzbehörden geprüft. Trotz der Doppelbesteuerungsabkommen gebe es einen Auslegungsspielraum.

Als weiteren wichtigen Geschäftsbereich stufen die beiden Gesellschafter Dierberger und Neumann, die zusammen mit 16 weiteren Gesellschaftern den Kurs des eigentümergeführten Unternehmens bestimmen, die Unternehmensnachfolge in Verbindung mit dem Erbschaftssteuerrecht ein. "Dabei kann es entweder um den Verkauf oder die Überführung in die nächste Generation gehen", erläuterte Neumann. Hier sei die enge Zusammenarbeit von Steuerrechtlern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten unerlässlich. Als dritter aktueller Beratungsschwerpunkt gilt der Bereich "IT Audit und Advisory" mit der erwähnten Neugründung der IT Consulting GmbH. Unter dem Stichwort "Industrie 4.0", also der Digitalisierung der industriellen Produktion, gehören dazu die Organisation der IT, die Datensicherheit, Zugriffsrechte und die Analyse der eingesetzten Plattformen.

Der für das laufenden Jahr erwartete Umsatz in Höhe von 26,5 Millionen Euro entspricht einem Zuwachs von 5,6 Prozent. Auf der Basis der Geschäftsentwicklung liegt die RWT GmbH im bundesweiten Ranking der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften weiter auf Platz 22. Wichtig ist den Gesellschaftern das Ziel eines organischen Wachstums von 3 bis 5 Prozent. "Wir wollen nicht durch Zukäufe größer werden", betonte Dierberger. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich in diesem Jahr von 249 auf 268 erhöht. "Wir bieten komplexe Beratungsprodukte an, neue Mitarbeiter benötigen zum Teil längere Einarbeitungszeiten", so Neumann. Derzeit gehören zum Unternehmen 73 Steuerberater, 32 Wirtschaftsprüfer und 18 Rechtsanwälte. Neumann verwies auf die hohe Zufriedenheit und geringe Fluktuation. "Das liegt auch an den rund 40 verschiedenen Arbeitszeitmodellen, die Flexibilität erlauben". Die Ausbildung spielt eine wichtige Rolle: 18 Studierende an der Dualen Hochschule sowie 7 Praktikanten und Werkstudenten sind derzeit in der RWT.

Auch in der Zukunft erwartet die RWT GmbH ein durchschnittliches Umsatzwachstum sowie eine Zunahme der Mitarbeiter um jährlich jeweils 5 Prozent. Doch die räumlichen Kapazitäten sind erschöpft, daher wird in der Charlottenstraße 47 ein neues Bürogebäude errichtet. Die Planung stammt vom Architekturbüro Riehle+Assoziierte. Auf 2000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen 50 Büroarbeitsplätze sowie im Erdgeschoss ein Besprechungs- und Konferenzzentrum sowie ein neuer Empfangsbereich. Eine Tiefgarage bietet Parkplätze. Insgesamt werden bis zur geplanten Fertigstellung Ende kommenden Jahres 5 Millionen Euro investiert.

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