Bruderhaus: Lebensqualität in Heimen hoch

Die Pflegekassen haben kürzlich den Qualitätsbericht zur Situation von Pflegebedürftigen veröffentlicht und beklagen Missstände in den Heimen.

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Günter Braun, fachlicher Vorstand der Bruderhaus-Diakonie, zeigt sich verwundert über die teilweise undifferenzierte Darstellung und macht deutlich: "Es gibt bundesweit sicher schwarze Schafe unter den Pflegeheimträgern. Die Qualität der Heime und Versorgung älterer Menschen ist in Baden-Württemberg und insbesondere in Reutlingen jedoch sehr gut. Der Eindruck, der durch den Bericht entsteht, stimmt für uns in Baden-Württemberg nicht."

Braun sagt, dass die Überprüfungen aller gemeinnützigen Heime in Reutlingen bisher sehr gut verlaufen seien und eine hervorragende Pflegequalität durch die externen Prüfer der Pflegekassen bestätigt wurde. Auch würde das tägliche, große Engagement der Pflegekräfte durch den Bericht nicht angemessen gewürdigt.

Natürlich sei es wünschenswert, dass es mehr Personal gebe und mehr finanzielle Ressourcen für die Pflege. "Hier sind der Gesetzgeber und die Bundesregierung am Zug. Sie müssen bessere Rahmenbedingungen für die Pflege schaffen." Die Leistungen, die die Pflegekasse an die Altenheim-Träger zahlt, seien seit Einführung der Pflegeversicherung gleich geblieben, Kostensteigerungen würden nicht berücksichtigt.

Die Bruderhaus-Diakonie und auch andere gemeinnützige Träger in Reutlingen würden sich sehr für die Lebensqualität älterer Menschen einsetzen. Auch die Sozialplanung der Stadt und des Kreises setze sich für gute Rahmenbedingungen in Reutlingen ein. Gerade Neubauten wie das Stadthaus Stadtmitte oder die kleineren Pflegeheime in den Stadtvierteln machten möglich, dass ältere Menschen mitten im Ort leben und ihre Kontakte weiter pflegen können. Zur hohen Lebensqualität der Senioren in den Häusern der Bruderhaus-Diakonie trügen neben der Qualifizierung der Pflegekräfte auch die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen oder Kooperationen mit Schulen und Kirchen wesentlich bei.

In den Häusern der BruderhausDiakonie gäbe es moderne Konzepte für Demenzkranke, wie zum Beispiel kleinere Hausgemeinschaften, in denen Senioren ähnlich wie in einer Familie gemeinsam den Alltag gestalten. "Unsere Häuser sind offene Häuser, jeder ist herzlich eingeladen, sich ein eigenes Bild zu machen", betont Günter Braun.

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