Brandtechnik und Show

Die Tage der offenen Tür zu den runden Geburtstagen der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr (160 und 40 Jahre) waren ein gelungenes Familienfest mit Brand-Technik, Show und Miteinander.

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    Mitten im Mai brennen in Eningen Wohnzimmer und Christbaum. Fotos: Angela Steidle Foto: 
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    Feuerwehrnachwuchs mit Schnuller und Helm. Foto: 
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Eine schöne Geste der Freiwilligen Wehr mit derzeit 67 Aktiven: Am Sonntagnachmittag bekam der DRK-Ortsverein eine Spende über 1855 Euro überreicht, entsprechend dem Gründungsjahr der Eninger Feuerwehr. Eine spontane Entscheidung, aus dem Bestand der Kameradschaftskasse, erklärte Kommandant Boris Goller. Als Anerkennung für die hervorragende Zusammenarbeit.

Das Programm an beiden Tagen war randvoll mit Attraktionen: Bereits am Samstag hatte die Feuerwehr auf dem Vorplatz einen Container mit Wohnzimmer, Haushaltsherd, Bollerofen, einem verspäteten Weihnachtsbaum und einer offenen Grillstelle auf der Veranda bestückt, um zu demonstrieren, was brandtechnisch im Alltag rund ums Haus alles passieren kann. Kinder mit und ohne Feuerwehr-Helm verfolgten im Halbkreis auf der Wiese gebannt, wie das Feuer zischte und die Flammen hochschossen: eine "fahrlässige Brandstiftung" mit Folgen und wichtigen Tipps, wie man über 112 korrekte Meldung macht.

Was minutengenau vom Moment der Alarmierung an, über das Eintreffen des Löschzuges, die Objekterkundung und Personenrettung bis zum Abschluss des Brandeinsatzes in einem Industriegebäude passiert, bekamen die Zuschauer bei einer Großübung am ehemaligen Vallon-Trakt demonstriert. Die Herausforderung: Durch einen technischen Defekt im Heizungskeller hatten sich Materialien entzündet. Der Brand drohte, aufs Gebäude überzugreifen. Auf mehreren Stockwerken waren Personen vom Fluchtweg abgeschnitten. Wie im Ernstfall half bei der Übung die Feuerwehr St. Johann aus. Sie übernahm auch Teile der Bereitschaft während des Feuerwehrfestes.

Am Muttertag reisten die Kameraden der Berufsfeuerwehren aus Reutlingen und Stuttgart mit Sonderfahrzeugen an, die in Eningen sonst nur selten zu sehen sind: selbst für die ehrenamtlichen Profis eine spannende Technik-Schau.

Der Eninger Musikverein spielte zum Frühschoppen im riesigen Festzelt. Das Kinder-Spielprogramm hangwärts war für die Kids der Kracher und wurde von der Jugendfeuerwehr betreut. Sie ist mit ihren 40 Jahren eine der ersten Gründungen in Baden-Württemberg und in Eningen ein Dauerbrenner mit konstant 20 Mitgliedern, die dann auch in die aktive Wehr übertreten. Dort erhalten sie zügig eine Ausbildung auf hohem Niveau. "Wir trauen den Jungen was zu", bestätigen Jugendfeuerwehrleiter Jan Diebold und Kommandant Boris Goller, "das motiviert". Die Eninger Wehr hat derzeit einen Altersdurchschnitt von 38,7 Jahren mit fallender Tendenz, bekommt regelmäßig Quereinsteiger und freut sich zurecht, dass Leistungsstand, Einsatzqualität und Technikbedarf erst vor kurzem über ein offizielles Gutachten bestätigt wurden. "Der Feuerwehr-Bedarfsplan gibt uns und der Gemeinde Planungssicherheit und bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", kommentierte Goller.

Die "Feuerwehr-Modenschau" als Spitze zum nächtlichen Acoustic-Rock-Spektakel war nur eine Randnotiz. Und wie eng im Alltag der Helfer Freud und Leid beieinander liegen, erlebten die Einsatzkräfte während des Festaufbaus: Bei der "Türöffnung" in einem Privathaus trafen sie auf einen toten Senior, der von seinen Nachbarn seit Tagen vermisst worden war.

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