Börsenturbulenzen und Brexit getrotzt

Die Commerzbank Reutlingen konnte  im ersten Halbjahr 2016 zulegen, trotz Niedrigzinsen und Turbulenzen am Kapitalmarkt.

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Die Commerzbank Reutlingen konnte sowohl die Zahl ihrer  Kunden steigern als auch das Wertpapiergeschäft ausbauen.  Foto: 

„Wir haben netto 700 Kunden gewonnen“, sagte Roland Löffler, Niederlassungsleiter Privatkunden. „Damit sind wir beim Kundenbestand erneut gewachsen.“ Gründe für diese positive Entwicklung sind die verstärkte Kreditnachfrage und das kostenlose Girokonto. Neben der Kontoeröffnung in der Filiale können Kunden ihr Girokonto auch komplett online eröffnen. 13 Prozent der Neukunden machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Zu angekündigten Filialschließungen von Wettbewerbern sagte Löffler: „Die Commerzbank bleibt hier vor Ort präsent, weil die meisten Kunden Wert auf persönliche Gespräche legen.“

In Reutlingen wurde Anfang Juni die persönliche Beratung von vermögenden Kunden deutlich gestärkt. So konzentrieren sich im Wealth Management inzwischen zwölf Berater an zwei Standorten auf die Betreuung vermögender Kunden. „Wir unterstützen Kunden zum Beispiel bei der Vermögensanlage, der individuellen Risikoanalyse oder der Finanzierung von Immobilien als Kapitalanlage“, erklärte Löffler.

Das weiterhin niedrige Zinsniveau führte im ersten Halbjahr zu einer starken Nachfrage nach Krediten. Bei den Ratenkrediten ist das Neugeschäftsvolumen von 10 Mio. Euro im Vorjahr auf 14 Mio. Euro gestiegen. „Das Plus von über 40 Prozent zeigt, dass immer mehr Kunden die Mini-Zinsen für Anschaffungen nutzen“, erläuterte Löffler.

Auch Baufinanzierungen boomen weiter in der Region. Die Commerzbank finanzierte Immobilien im Wert von über 96 Mio. Euro, ein neuer Rekordwert und ein Zuwachs von 4,6 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im Wertpapiergeschäft hat die hiesige Commerzbank besonders kräftig zugelegt und wesentlich mehr neue Gelder eingesammelt als im Vorjahr. „Kunden haben die Börsenturbulenzen zu Jahresbeginn und die Brexit-Debatte für Investitionen genutzt und 42 Millionen Euro neu angelegt“, so Löffler. „Die niedrigen Zinsen werden das Verhalten der Anleger weiter verändern. Wertpapiere sind das neue Sparbuch.“

Die Mittelstandsbank, in der Firmenkunden ab einem Jahresumsatz von mehr als 2,5 Mio.  Euro betreut werden, hat ihre Position als Marktführerin für Konsortialfinanzierungen weiter ausgebaut. Gerade im für den klassischen Mittelstand besonders relevanten Finanzierungsvolumen von bis zu 200 Mio. Euro konnte die Commerzbank per Juni die Anzahl der Konsortialfinanzierungen um sieben Prozent steigern. „Viele Mittelständler nutzen das günstige Marktumfeld und sichern sich eine maßgeschneiderte, mittel- bis langfristige Finanzierung. Dass wir von unseren Firmenkunden dabei sehr oft als verantwortlich arrangierende Bank ausgewählt werden, ist ein schöner Vertrauensbeweis,“ begründete Patrick Greuter, Niederlassungsleiter für die Commerzbank Reutlingen, diesen Trend.

Ein weiterer Vorteil für Firmenkunden besteht in der weltweiten Aufstellung der Commerzbank. An mehr als 60 internationalen Standorten können mittelständische Unternehmen von den deutschsprachigen Firmenkundenbetreuern und deren langjährigen Netzwerken im Ausland profitieren.

Sehr erfolgreich ist die Commerzbank auch bei der weiteren Digitalisierung vorangekommen. „Besonders für Aufmerksamkeit hat die Einführung einer Peer-to-Peer-Plattform mit dem Namen „Main Funders“ gesorgt, bei der Investoren und kreditsuchende Unternehmen zusammengebracht werden“, so Firmenkundenchef Greuter weiter.

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