Bildungshaus im besten Sinne

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Die Schillerschule soll saniert und in ein „Haus der Familie und Betreuung“ umgebaut werden. Den Zuschlag für die Maßnahmen am denkmalgeschützten Gebäude erhielt der Entwurf „Groß und Klein an der Schillerschule“ des Büros Ehring und Knies, Reutlingen, in Zusammenarbeit mit Freiraumplanung Sigmund, Grafenberg. Dies wurde in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag beschlossen.

Künftig soll das Gebäude von einem dreigruppigen Kindergarten mit maximal 85 Kindern und einer TigeR-Gruppe mit zehn bis zwölf Kindern unter drei Jahren genutzt werden. Weitere Vorgaben für die Architekturbüros war eine modulare Planung mit Vorkehrungen, um das Haus später beispielsweise als Seniorenbegegnungsstätte nutzen zu können. „Gut gefallen hat uns bei dem Entwurf von Ehring und Knies, dass die Nutzungseinheiten weitestgehend in sich abgeschlossen sind und erreicht werden können, ohne dass man durch andere hindurchlaufen muss“, erläuterte Ortsbaumeister Rainer Klett. Zudem werde die Denkmalsubstanz nur gering beeinträchtigt.

Im Bereich des vorhandenen kleineren Treppenhauses an der Sulzwiesenstraße wird eine neue Treppe bis ins Untergeschoss geführt, die als zweiter Rettungsweg dient. Der Kindergarten wird von der Achalmstraße her über den neu gestalteten ehemaligen Schulhof erschlossen.

Der Bereich zum Leinsbach wird durch einen Erweiterungsbau aufgewertet, der die Gemeindebücherei aufnehmen soll, die sich zurzeit in den Räumen der Kreissparkasse befindet. Eine Glasfassade mit Gründach verleiht dem Neubau optische Leichtigkeit und Zurückhaltung gegenüber dem älteren Gebäude. „Zusätzlich zur Kinderbetreuung bringen die neuen Räume mit der Bücherei Leben in die Schule“, so Klett. Mietkosten würden eingespart, wodurch auch die Wirtschaftlichkeit gegeben sei. Die neue Bücherei sei zentral und gut sichtbar, barrierefrei, habe alle Räume auf einer Ebene, verfüge über mehr Abstell- und Lagerräume und ermögliche auch kleinere Veranstaltungen. Durch die Bücherei, die auch von Schülern genutzt werden solle, werde die Schillerschule zum „Bildungshaus im besten Sinne“. Für die Gestaltung sollen zwei bis drei besonders gelungene Büchereien besichtigt und dort Anregungen gesammelt werden. Der Erweiterungsbau wird im Zuge der Sanierung mit erstellt, lautete der einstimmige Beschluss. Bereits früh wurde ein Landschaftsarchitekt hinzugezogen. Für die Kindergartennutzung sind Spielflächen vorgesehen. Für die übrigen Nutzer des Gebäudes und die Öffentlichkeit gibt es Aufenthaltsflächen, in die auch der vorhandene Brunnen einbezogen ist.  Der Zugang erhält eine Baumreihe und Sitzmöglichkeiten. Geplant ist auch eine Wasserspielfläche. Die eher öffentlichen Flächen liegen an der Sulzwiesenstraße, die Spielzonen für den Kindergarten am Leinsbach. Die erste grobe Kosteneinschätzung sieht eine Gesamtinvestition von 3,4 Millionen Euro vor.

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