BFC steht auf Platz eins

Über drei Millionen Euro muss die Stadt mittelfristig in die Sanierung ihrer Sportanlagen investieren. Und obwohl es keine Prioritätenliste geben soll: Das Gelände am Eierbach steht ganz oben auf der Agenda.

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Der obere Sportplatz am Eierbach-Gelände sieht arg lädiert aus - und schief ist er überdies.  Foto: 

Das Schreiben, das der BFC Pfullingen an die Stadt adressiert hat - es handelt sich dabei um den Antrag, den oberen Sportplatz zu sanieren - hätte es eigentlich gar nicht gebraucht. "Am Eierbach muss auf jeden Fall etwas geschehen", hatte Stadtrat Gert Klaiber (CDU) nämlich auch so schon in der jüngsten Gemeinderatssitzung befunden - weil er erkannt hatte, dass das Gelände "in einem beklagenswerten Zustand" ist. Auch Dr. Ulrich Zimmermann (FWV) glaubt, "dass man da einen Knopf dran machen muss". Und Martin Fink (UWV) will zwar beim Sanierungsbedarf der Sportstätten nicht priorisieren, "würde aber dem BFC 2016 gern helfen. Wohlwissend, dass wir die Mittel nicht haben."

Wie schlecht es um den oberen Platz des BFC bestellt ist, das hatte Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle bei der jüngsten Gemeinderatssitzung genauso eindrücklich beschrieben, wie der Verein selbst. Richtig Fußball spielen lässt sich dort schon allein deshalb nicht mehr, weil das Feld ein Gefälle von zwei Metern aufweist. "Viele sehen den Platz im Vorbeilaufen und sagen sich: Hier kicke ich nicht", so BFC-Chef Torsten Muhr. 470 000 Euro würde es kosten, ein ebenes Rasenspielfeld herzustellen. 175 000 Euro würde die Stadt für eine nicht-normgerechte Erneuerung zahlen müssen, 110 000 Euro dafür, einfach nur eine Sandspielfläche anlegen zu lassen.

Obwohl der Gemeinderat beschlossen hat, "die notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Nutzung des Sport- und Freizeitparks und des Eierbach-Sportplatzes" zu genehmigen, so geschah dies doch vorbehaltlich der "Bereitstellung der notwendigen Haushaltsmittel". Was nichts anderes bedeutet als das, was Bürgermeister Michael Schrenk in folgende Worte fasste: "Der Platz ist als Nächstes dran. Aber wann, ist offen."

Allerdings besteht noch an einigen anderen Sportstätten in Pfullingen Handlungsbedarf - wie dem Zustandsbericht der Verwaltung über die städtischen Anlagen zu entnehmen ist. 950 000 Euro muss sie zum Beispiel in den nächsten 20 bis 25 Jahren in das Schönbergstadion und die Leichtathletikanlagen stecken. Insbesondere die Tribünenanlage und teilweise auch die Zuschauerränge sind sanierungsbedürftig. Ebenfalls in die Jahre gekommen ist die Tribüne am Kunstrasenplatz im Volksbankstadion und auch das Flutlicht ist nicht mehr das Beste.

In die Erneuerung der Außenanlagen sollen deshalb mittelfristig 640 000 Euro fließen. Das hintere Rasenspielfeld im Stadion, so Oehrle, macht der Stadt Kummer, "weil im Hang viele Wasseradern sind." Je nach Sanierungs-Variante belaufen sich die Kosten auf eine Summe zwischen 740 000 und 1,08 Millionen Euro.

230 000 Euro werden wohl in den nächsten Jahren für die Umwandlung des asphaltierten Platzes in ein Kunstrasenspielfeld und die Erneuerung der Außenanlage und Ballfangzäune anfallen. Und am bestehenden Kunststoffspielfeld werden Kosten in Höhe von 345 000 Euro erwartet, wenn Belag und Außenanlage ersetzt werden müssen.

Legt man da noch die Kosten für den Eierbachsportplatz drauf, sind es mittel- bis langfristig drei bis 3,715 Millionen Euro, die die Stadt in die Sanierung ihre Sportanlagen stecken muss.

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