Betz: 28 Mitarbeiter verlieren ihren Job

Die Internationale Spedition Willi Betz GmbH und Co. KG hat Anfang März 28 in der LKW-Werkstatt beschäftigte Mitarbeiter gekündigt.

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Die Spedition Betz schließt ihre Werkstatt in Reutlingen. 28 Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten. Foto: Bausinger

Dies bestätigte am Mitwoch Geschäftsführer Martin Rilling, der das Unternehmen gemeinsam mit Wolfgang Bisinger als Geschäftsführer leitet. Rilling geht davon aus, dass der Werkstattbetrieb bis Ende August erhalten bleibt, da die meisten Mitarbeiter aufgrund ihrer langen Betriebszugehörigkeit eine Kündigungsfrist zwischen fünf und sieben Monaten haben. Da die Spedition über keinen Betriebsrat verfügt, wird es auch keinen Sozialplan geben.

"Ausschließlich wirtschaftliche Gründe haben uns zu diesem Schritt bewogen", sagte Rilling. So sollen die Transportkapazitäten verstärkt in Richtung Ostverkehre eingesetzt werden, und auch die Westrouten führten an der Achalmstadt vorbei, sagte der Geschäftsführer. Die Werkstätten in Jacobsdorf an der polnischen Grenze und Waidhaus im Grenzgebiet zu Tschechien sollen die Aufgaben der Reutlinger Einrichtung übernehmen. Weitere Werkstätten gibt es in Belgien und Bulgarien.

Die Betz-Gruppe beschäftigt noch an die 3000 Mitarbeiter, davon rund 200 in Reutlingen - 2008 waren es noch 8000 Mitarbeiter mehr gewesen. Damals erwirtschaftete die Spedition Betz einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro, in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 waren es noch rund 420 Millionen Euro, die in den Bereichen Spedition/Handel, Fahrzeughandel und Vermietung von Immobilen erwirtschaftet wurden. Als Ergebnis rechnet der Geschäftsführer mit einer "schwarzen Null". Das Unternehmen wolle, führt Rilling aus, auch im laufenden Jahr seinen "Konsolidierungsprozess ein Stück weit fortsetzen". Ziel müsse sein, die "Ertragskraft zu stärken und nicht den Umsatz auszuweiten". Derzeit sei kein weiterer aktiver Personalabbau vorgesehen, versichert Rilling. Es könne aber sein, dass freiwerdende Stellen nicht mehr besetzt würden.

Der Umsatzrückgang ist auch eine Konsequenz des Verkaufs der LGI Kontraktlogistik im Jahr 2012 mit 1900 Mitarbeitern und 280 Mio. Euro Umsatz. Dazu kommt, dass seit zwei oder drei Jahren nicht rentable Strecken identifiziert und aufgegeben wurden - was sich auf Fuhrparkbestand und Personalkosten auswirkt.

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