Besucher trotzen der Kälte

"Feuer & Eis" hat am Samstagabend erneut zehntausende Besucher in die Stadt gelockt. Kritische Stimmen zur Arbeit von StaRT hatten beim RT-aktiv-Vorsitzenden Peter Voss für Befremden gesorgt.

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"Es muss uns gelingen, die Stadt attraktiv zu halten, damit die Menschen kommen." Peter Voss, Vorsitzender der Einzelhandelsvereinigung RT-aktiv, nutzte die lange Einkaufsnacht, um Stellung zu beziehen. Einige Kommentare zur Arbeit der Stadtmarketing und Tourismus GmbH (StaRT) im Finanzausschuss hätten bei ihm, wie er sagte, für Befremden gesorgt. Eine Stadt ohne Handel funktioniere nicht und sei tot. Mitglieder des Finanzausschusses hatten, wie berichtet, eine zu einseitige, handelslastige Ausrichtung bemängelt. Voss hielt dagegen, dass eine Stadt attraktiv gehalten werden müsse. Er stelle sich deshalb ganz klar hinter StaRT-Geschäftsführerin Tanja Ulmer und ihr Team.

"Es ist ein tolles Zeichen, dass gerade in solchen Zeiten so viele Menschen kommen", freute sich Voss mit Blick auf "Feuer & Eis". Angesichts der zahlreichen Besucher sowie der Atmosphäre sprach er sich dafür aus, die eigene Stadt nicht schlecht zu machen und nicht schlecht zu reden.

Dass vor allem "Feuer & Eis" die Leute begeistert, war an den Menschenmassen deutlich zu erkennen. Die Besucher zogen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt warm eingemummelt durchs nächtliche Reutlingen, nahmen die Eindrücke von den insgesamt neun über den Marktplatz und über die Fußgängerzone verteilten Eisskulpturen mit nach Hause, tranken Glühwein, verfolgten die Eisgala der TSG Reutlingen am Albtorplatz, die Auftritte der beiden Livebands sowie die Feuershows, die am Marktplatz am Tübinger Tor oder an der Nikolaikirche zu sehen waren. Außerdem waren die Illuminationsobjekte für viele ein geeigneter Hintergrund für ein Erinnerungsfoto.

"Ich bin mit der Frequenz sehr zufrieden", unterstrich Tanja Ulmer. Sie schätzt, dass es rund 30 000 Besucher gewesen sein dürften.

Der Hingucker schlechthin waren die Eisskulpturen. Wie Jörg Wießmann von der beauftragten Agentur Wiesel Events erklärte, sind von den zwölf Eisbildhauern, mit denen eine Kooperation bestehe, fünf in Reutlingen tätig gewesen.

Darunter auch Christian Fischer, der den großen und aus acht Eisblöcken à 140 Kilo bestehenden Marienkirchen-Engel auf dem Marktplatz formte. Und das nicht etwa mit einer Elektromotorsäge, sondern mit Machete und doppelschneidiger Axt. Diese Technik, so Wießmann, mache Fischer allerdings nicht nur zu einem Eisbildhauer aus einer anderen Liga, er schaffe es beispielsweise auch, Nachbildungen einer Schlange aus dem Eis zu hauen, was sehr anspruchsvoll sei.

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