Bestandsschutz für Gemeinschaftsschulen

Die fünf im Landkreis Reutlingen eingerichteten Gemeinschaftsschulen brauchen sich vor einer wieder erstarkenden FDP nicht zu fürchten.

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Bei der Kreisversammlung im Eninger Bruckstüble garantierten die Liberalen dieser von Grün-Rot eingeführten Schulart Bestandsschutz. FDP-Kreisvorsitzende Wibke Steinhilber und Landtagsabgeordneter Andreas Glück setzten sich dafür ein, allen Schulträgern und Bildungsregionen die Freiheit zu geben, die jeweilige Schulform eigenverantwortlich auszugestalten. So könnten die neuen Gemeinschaftsschulen erhalten, aber auch Haupt-, Werkreal- und Realschulen fortgeführt oder zu Verbundschulen zusammengefasst werden. Die differenzierte Aufstellung des beruflichen Schulwesens müsse so gut wie möglich erhalten bleiben. "Wenn Schulen und Schularten um das jeweils am besten passende oder insgesamt erfolgreichste Bildungskonzept konkurrieren, kommt dies der Qualität unseres Bildungswesens zugute", waren sich die beiden einig.

Dass der Aufstieg der Freien Demokraten aus ihrem gegenwärtigen Tief länger dauern wird, war ebenfalls Konsens. Ehrenvorsitzender Prof. Dr. Helmut Haussmann warnte davor, auf liberale Elemente in anderen Parteien zu vertrauen. Liberal sei kein Etikett, das man sich eben mal ans Revers hefte, sondern der unermüdliche Einsatz für die Freiheit jedes Einzelnen.

Wibke Steinhilber ermutigte die FDP-Mitglieder, nach den ordentlichen Kommunalwahl-Ergebnissen im Kreis sich weiter persönlich zu engagieren. Von den 27 im Jahr 2009 errungenen Mandaten habe man immerhin 26 halten können. Bei der Kreistagswahl sei wie bei der Europa-Wahl ein deutlich besseres Ergebnis erzielt worden als im Landes- und Bundesdurchschnitt.

Als Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion erinnerte Prof. Dr. Willi Weiblen an die schwierige Situation der Kreiskliniken. Noch trage der Kreistag das jährliche Defizit mit. Es werde jedoch unweigerlich Erhöhungen der Kreisumlage nach sich ziehen. Mit dem neuen Geschäftsführer habe man endlich aktuelle Zahlen auf dem Tisch. Es fehle aber an wirksamen Konzepten für die Zukunftsfähigkeit der drei Kliniken.

In der Frage der Regionalstadtbahn forderte Kreisrat Hagen Kluck ein klares Bekenntnis der Landesregierung zu diesem Jahrhundertprojekt. Der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann müsse den Kreisen und Kommunen der Region Neckar-Alb endlich die dringend notwendige Kostenübernahmegarantie geben.

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