Besseres Klangbild, moderneres Licht

Immer massiver werden die Beschwerden der Nutzer. Für die HAP-Grieshaber-Halle muss eine neue Technik her, befand der Technische Ausschuss.

|

"Die Technik ist ein großes Manko für unsere schöne Halle", bescheinigte Dr. Barbara Dürr (FWV). Nach der aufwendigen Sanierung und der guten Auslastung der HAP-Grieshaber-Halle - gerade seit dem Abriss der Listhalle steigen die Buchungen an - will der Technische Ausschuss auch bei der Beleuchtung und Beschallung nachlegen. Denn diese sind deutlich in die Jahre gekommen.

Das Manko der aktuellen akustischen Anlage erklärte Claus Mayer-Fasold vom Ingenieuerbüro Raible + Partner. Das betrifft vor allem die Sprachqualität, denn die lange Nachhallzeit des Saales wirkte sich bisher auch ohne Verstärkertechnik auf Musikvorführungen aus. Die Lautsprecher sind bislang seitlich angeordnet. Dadurch sind der Ton und das Geschehen auf der Bühne zeitlich verzögert. Den kritische Bereich am Saalende erreichen die Klangwellen außerdem kaum noch. Zudem stammen die Geräte nicht aus einer Systemfamilie und sind deswegen nicht ideal aufeinander abgestimmt.

Ein weiteres Problem ist, dass der Bedienungspult nicht abschließbar ist und somit die Grundeinstellungen ständig verändert werden. Dass daran nicht mehr "jeder herumspielen kann", war in den Augen von Hans Armbruster (SPD) fast das Wichtigste.

Ein deutlich besseres Klangbild soll nun ein zentral ausgerichtetes Lautsprechersystem bringen. Eine zweite Ebene weiter hinten im Saal beschallt dann auch separat abschaltbar den Bereich der Empore. Die Nutzer können zwar noch ihre eigenen Einstellungen wie etwa die Lautstärke an einem Regiepult auf der Empore vornehmen, aber der eigentliche Verstärkerschrank auf der Bühne ist nicht mehr frei zugänglich. So bleiben die Grundparameter generell erhalten. Die Wahl zwischen Headsets und Mikrofonen ist auch ein neues Angebot an die Veranstalter. Rund 77 000 Euro kosten die Neuerungen für ein optimales Hörerlebnis.

Beim Licht besteht hauptsächlich das Problem der Betriebssicherheit. Die Scheinwerfer eines längst nicht mehr existierenden Herstellers sind fast schon "Museumsstücke", wie Günter Neuhäuser (FWV) anmerkte. Die nicht den Sicherheitsvorschriften entsprechenden Exemplare werden daher ausgetauscht. Zusätzliche Flächenbestrahlung auf der Bühne, Farbwechsler und elektronischer Dimmer lassen die Halle zukünftig in einem neuen Licht erstrahlen. Gesteuert wird die 60 000 Euro teure Anlage ebenfalls von einem Pult auf der Empore aus.

Die Neuerungen entsprächen dem, was man als guten Standard bezeichne, versicherte Mayer-Fasold auf Nachfrage des Bürgermeisters Alexander Schweizer. Warum dafür aber die "stolze Summe" von 45 000 Euro als Honorar fällig werde, konnte Eckhard Hennenlotter (CDU) nicht nachvollziehen. Er stimmte zwar für die Maßnahme, aber gegen die Beauftragung durch das Ingenieursbüro, obgleich ihm Ortsbaumeister Rainer Klett zusicherte, dass die Entlohnung nicht zu beanstanden sei.

Umgesetzt wird das insgesamt 188 000 Euro teure Vorhaben frühestens ab Mitte Mai. Dabei berücksichtigt das Büro den Belegungsplan. Alles in allem muss für die Installation nur acht Tage geschlossen werden. Bei der Einführung in die neue Technik helfe dann der Hausmeister, versprach Schweizer. Dr. Joachim Sabieraj (CDU) schlug vor, wenn die Gerüste schon aufgebaut würden, direkt auch die Hallendecke mitzustreichen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ein erster Schritt zur Marke

Die Achalmstadt will in einen Markenbildungsprozess einsteigen. Für 90 000 Euro wird sie dabei von einem Hamburger Unternehmen begleitet. weiter lesen