Besinnliches Kerzenmeer aus tausend Flämmchen

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Mit Einbruch der Nacht entfaltete das begehbare Lichterlabyrinth in der Pomologie erst seine faszinierende Wirkung. Foto: Jürgen Spiess  Foto: 

Weihnachtsstimmung der besonderen Art: Zum zwölften Mal organisierten gut 20 junge Mädchen und Frauen des Vereins „Görls“ und der Mädchengruppen des Wiesnprojekts von Pro Juventa ein begehbares Lichterlabyrinth in der Pomologie.

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Die Kunst liebt die Abkürzung, die pfiffige Geste, das Spektakuläre. Wenn es einer Advents-Aktion gelingt, mehrere hundert Menschen an einem Abend anzusprechen und in die Unübersichtlichkeit des Lebens besinnliche Schneisen zu schlagen, dann hat sie ihren Auftrag mehr als erfüllt.

So geschehen am frühen Sonntagabend, als das stimmungsvolle Lichterlabyrinth trotz durchwachsenem Wetter auf reges Interesse von Groß und Klein stieß. Wie jedes Jahr hatten die ehrenamtlichen Organisatoren ab 10 Uhr morgens im Rahmen des „Lebendigen Advents“ insgesamt 1000 brennende Teelichter aufgestellt, die von weißen Papiertüten umhüllt sind. Es gehe darum, inne zu halten und sich im Vorweihnachtstrubel „auch mal eine Auszeit zu gönnen“, so „Görls“-Geschäftsführerin Heike Kauschinger.

Neben dem Lichtermeer, das im Zentrum eine Schatzkiste mit Süßigkeiten für die Kinder und kleine Gedichte für die Erwachsenen bereit hielt, lasen die elf- bis 18-jährigen Mädchen über eine Anlage verstärkt ausgewählte Gedichte und Zitate vor. Da hieß es beispielsweise: „Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben. Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben: Ich wünsche dir Zeit, dich zu freu’n und zu lachen, und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.“ Die entspannte Atmosphäre wurde noch von meditativer Musik unterstützt, die leise im Hintergrund lief. Und auch für das leibliche Wohl wurde wieder gesorgt: Es gab heißen Glühwein und Punsch und für die Kinder Waffeln.

Während bereits am frühen Abend zahlreiche Familien mit ihren Kindern durch das Kerzenlabyrinth spazierten, nutzten gegen später vor allem Erwachsene das traditionelle „Entschleunigungs-Angebot“.

Im nächsten Jahr plant Heike Kauschinger, die von vielen Gästen besuchte Advents-Aktion noch einmal zu erweitern. Dann sollen noch ein paar Lichter mehr dafür sorgen, dass sich die Menschen in vorweihnachtlich-entspannter Atmosphäre Zeit für sich und für neue Begegnungen nehmen. Jürgen Spieß

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