Bergwerk und Karlsbad

Der höchste Berg Sachsens, der Fichtelberg bei Oberwiesenthal, lockte 46 Teilnehmer einer Gauwanderfahrt. Als Standquartier hatten die Organisatoren das Fichtelgebirge gewählt - mit herrlicher Aussicht.

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Die Lichtensteingau-Wanderer vor dem Besucherbergwerk Zinnkammer bei Pöhla. Foto: Privat

Auf der Hinfahrt besuchten die Teilnehmer der Wanderwoche im Erzgebirge die Stadt Zwickau, die große Anstrengungen unternimmt, die Kriegsschäden und die Abbruch- und Bausünden der DDR-Zeit vergessen zu machen, heißt es in einer Mitteilung des Lichtensteingaus. Der kompetente Stadtführer, Vorsitzender des Erzgebirgsvereins in Zwickau, zeigte die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt, unter anderem den Dom, Schloss und Hauptmarkt, Rathaus und Robert-Schumann-Haus.

Wie bei Gauwanderfahrten üblich, wurden täglich eine große Wanderung von mehreren Stunden Dauer (Wanderführer Lothar Zierahn) und für die nicht so Konditionsstarken kleineren Wanderungen und Besichtigungen von Kirchen und sonstigen besonderen Bauten angeboten (Wanderführer Artur Knödler).

Am ersten Tag stand der Erzgebirgs-Kammweg vom Fichtelberg nach Bärenstein auf dem Programm, eine abwechslungsreiche Wanderung von etwa 20 Kilometern mit schönen Ausblicken auf das Erzgebirge diesseits und jenseits der Grenze nach Tschechien. Beide Gruppen trafen sich an der Talsperre Cranzahl, um dann mit der schnaubenden Schmalspurbahn nach Oberwiesenthal zu fahren.

Am folgenden Tag sah man die Wanderer im Kurpark von Bad Schlema; die eine Gruppe "machte" den "Floßgraben", eine angenehme 18-Kilometer-Wanderung zum Rechenhaus, die andere Gruppe fuhr nach Besichtigung der Stadt Schneeberg, in deren St. Wolfgangs-Kirche ein Lucas-Cranach-Altar zu besichtigen ist, direkt zum historischen Rechenhaus. Auch die Stadt Geyer mit den Greifensteinen, einem imposanten Felsgebilde, und der Greifenbachstauweiher, einem großen Badesee war lockendes Ziel der Albvereinler.

Ein weiterer Tag galt der Besichtigung des Besucherbergwerks Zinnkammer bei Pöhla und der Erkundung von Schwarzenberg, der "Perle des Erzgebirges". Als es dann am vorletzten Tag zunächst regnete, wurde die Wanderung zugunsten des Besuches von Karlsbad, der Stadt mit ihren vielen Heilquellen, der Kaiser Karl IV. den Namen gab, abgesetzt, doch am Nachmittag - der Regen hatte nachgelassen - wanderten die Albvereinler im Hochmoor von Bozi Dar. Wie üblich saß man an den Abenden in den gemütlichen Räumen des Fichtelberghauses plaudernd und singend beisammen, unterstützt von Dieter Jäger mit seinem Akkordeon und so manchen Beiträgen aus der Mitte der Teilnehmer. Voll befriedigt wurde die Rückreise angetreten und unterwegs noch in der schönen Stadt Bamberg mit Dom und fürstbischöflichem Palast eine Besichtigungsrast eingelegt.

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