Beispielhafter Schritt in der Villa Laiblin

Für den Blasmusikverband Neckar-Alb und den Chorverband Ludwig Uhland war es ein Glücksfall. Nach dem Bezug der Geschäftsstelle in der Villa Laiblin folgte gestern nun die Einweihung.

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Sind sich einig, dass die Geschäftsstelle der richtige Schritt in die Zukunft ist (v.l.): Prof. Hubert Kempter, Generalsekretär des Blasmusikverbands Baden-Württemberg, Reutlingens Landrat Thomas Reumann, Tübingens Landrat Joachim Walter, Irmgard Naumann, Ehrenpräsidentin des Chorverbands Ludwig Uhland, Eberhard Wolf, Vizepräsident des Chorverbands Ludwig Uhland, Helmut Vöhringer, Vorsitzender des Blasmusikverbands Neckar-Alb, sowie Bürgermeister Rudolf Heß.  Foto: 

"Wer nicht an die Zukunft denkt, wird keine haben" - so war die Einladung des Blasmusikverbands Neckar-Alb sowie des Chorverbands Ludwig Uhland zur Eröffnung der gemeinsamen Geschäftsstelle in der Villa Laiblin gestern Vormittag überschrieben. Doch nicht nur der Literaturnobelpreisträger John Galsworthy wusste mit seinem Zitat um die notwendigen Schritte für den Fortbestand. Auch die beiden Musikverbände haben die Zeichen der Zeit erkannt und sich angesichts einer immer aufwändigeren Organisation und Verwaltung zur jetzigen Zusammenarbeit entschlossen.

Während die rund 60 Quadratmeter im ersten Geschoss bereits seit 1. Mai bezogen sind und die Arbeit aufgenommen wurde, waren sich gestern aber alle Beteiligten und Verantwortlichen sicher: Hier wird nicht nur wichtige Arbeit gebündelt, es werden gleichzeitig Synergien genutzt, um auch künftig eine erfolgreiche Verbands- und Vereinsarbeit zu leisten.

"Nach einiger Zeit der Suche und Dank glücklicher Umstände sind die beiden Verbände hier in Pfullingen fündig geworden", meinte gestern der Vizepräsident des Chorverbands Ludwig Uhland, Eberhard Wolf. Wobei es ein gutes Zeichen sei, dass die Geschäftsstelle in der Villa des einstigen Mäzens Louis Laiblin angesiedelt sei, habe der Pfullinger Unternehmer doch auch die Musik gefördert.

"Die Villa Laiblin ist Kulturgut. Und mit dem Einzug in die Villa wird der kulturelle Wert durch das Kulturgut Chorgesang und das Kulturgut Blasmusik verstärkt", meinte darüber hinaus Helmut Vöhringer, Vorsitzender des Blasmusikverbands Neckar-Alb. Zudem freue er sich, dass die Chance auf die gemeinsame Geschäftsstelle genutzt worden sei und sich beide Verbände für künftige Aufgabenfelder nun bestmöglich aufgestellt hätten.

"Ein außerordentlich gelungenes Beispiel gelebter Zukunftsfähigkeit", lobte zudem der Reutlinger Landrat Thomas Reumann und ergänzte in Anlehnung an den Humoristen Loriot: "Ein Leben ohne Musik ist möglich, aber - naja - deutlich ärmer." Schließlich sei Musik ein wichtiges Bindeglied der Gesellschaft. Allerdings müssten gute, effiziente Rahmenbedingungen geschaffen werden und angesichts knapper Mittel Synergien genutzt werden. Wobei es Mut, Visionen, Tatkraft und des Blicks über den eigenen Vereinstellerrand bedürfe, so Reumann.

"Was für einen ist zu viel, das ist für zwei ein Kinderspiel", erklärte dementsprechend auch Tübingens Landrat Joachim Walter. Die jetzige Zusammenarbeit sei allerdings der gemeinsamen Schnittmenge Musik zu verdanken und der Schritt beispielgebend.

"Zwei Verbände, zwei Landkreise - und dann noch in der richtigen Stadt", scherzte hingegen Bürgermeister Rudolf Heß und meinte, dass das passen würde. Pfullingen wolle jedoch als Stadt, in der Freiwillige Anerkennung und Unterstützung erfahren, wahrgenommen werden.

Zumal das Ehrenamt das eigene Leben reicher machen würde und die kommunalpolitisch Verantwortlichen Einrichtungen schaffen müssten, um das Ehrenamt zu ermöglichen. Denn was nicht zur Tat werde, habe keinen Wert, so Heß mit den Worten des Stiftungsgründers Gustav Werner. Darüber hinaus bescheinigte Prof. Hubert Kempter, Generalsekretär des Blasmusikverbands Baden-Württemberg, der Geschäftsstelle einen modellhaften Charakter. Während der von der Stadtkapelle Pfullingen sowie vom Chor SingApur musikalisch umrahmten Feier meinte er, dass Kräfte gebündelt werden müssten - und das schon mit Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung.

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